<?xml version='1.0' encoding='UTF-8'?><?xml-stylesheet href="http://www.blogger.com/styles/atom.css" type="text/css"?><feed xmlns='http://www.w3.org/2005/Atom' xmlns:openSearch='http://a9.com/-/spec/opensearchrss/1.0/' xmlns:georss='http://www.georss.org/georss' xmlns:gd='http://schemas.google.com/g/2005' xmlns:thr='http://purl.org/syndication/thread/1.0'><id>tag:blogger.com,1999:blog-6450036578642063688</id><updated>2012-03-05T21:25:02.457+01:00</updated><category term='Filme'/><category term='Glossen'/><category term='Das Leben'/><category term='Bücher'/><title type='text'>Zeichen und Zeiten</title><subtitle type='html'>Persönliche Gedanken - zu Büchern, Musik, Filmen und natürlich meinen Erlebnissen.</subtitle><link rel='http://schemas.google.com/g/2005#feed' type='application/atom+xml' href='http://zeichenundzeiten.blogspot.com/feeds/posts/default'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6450036578642063688/posts/default?max-results=100'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://zeichenundzeiten.blogspot.com/'/><link rel='hub' href='http://pubsubhubbub.appspot.com/'/><author><name>Constanze Matthes</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03148585359956534492</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/-9GXVzu6qzu4/TsQhNqw5DiI/AAAAAAAAAAs/e02UXghxLpY/s220/DSC_0006_fc.jpg'/></author><generator version='7.00' uri='http://www.blogger.com'>Blogger</generator><openSearch:totalResults>35</openSearch:totalResults><openSearch:startIndex>1</openSearch:startIndex><openSearch:itemsPerPage>100</openSearch:itemsPerPage><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6450036578642063688.post-2960847217200935364</id><published>2012-03-05T19:20:00.003+01:00</published><updated>2012-03-05T21:25:02.468+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Bücher'/><title type='text'>An seiner Seite Dora  - Michael Kumpfmüller "Die Herrlichkeit des Lebens"</title><content type='html'>&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/-clVVQQ2cLNE/T1T3zP1qXfI/AAAAAAAAAHs/ZkJwI1u92DM/s1600/Kumpfm%C3%BCller.jpg" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" src="http://2.bp.blogspot.com/-clVVQQ2cLNE/T1T3zP1qXfI/AAAAAAAAAHs/ZkJwI1u92DM/s1600/Kumpfm%C3%BCller.jpg" /&gt;&amp;nbsp;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;i&gt;"Ist nicht alles Weg?"&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;&lt;br /&gt;&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;Die letzte Zeit bricht für ihn an, für den ganz Großen, für den Literat mit der traurigen Gestalt. Er, der mit seinen Werken, den Erzählungen und Romanen, noch immer unzählige Leser vor Rätsel stellt, über den mehr geschrieben worden ist, als ihm selbst gelungen ist, wird wieder ein Teil der Literatur. Michael Kumpfmüller beschreibt in seinem aktuellen Roman "Die Herrlichkeit des Lebens" die letzten Monate im Leben von Franz Kafka und damit die Zeit seiner großen Liebe. &amp;nbsp;Man schreibt das Jahr 1923. Im Sommer lernt der hagere "Doktor" im Ostseebad Müritz Dora Diamant kennen, die Köchin des dortigen Ferienheims. Mit langen Spaziergängen entlang des Strandes und langen Gesprächen verknüpft sich &amp;nbsp;ihr Leben. Beide fühlen eine tiefe Verbundenheit und Liebe zueinander, obwohl zwischen ihnen ein Altersunterschied von 15 Jahren besteht, Kafka selbst Schwierigkeiten hat, eine Beziehung einzugehen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Kafka verlässt mit seinen Schwestern Ottla und Elli nach einigen Tagen den Ferienort, die Reise geht zurück in die Heimat Prag. &amp;nbsp;Der Schriftsteller und die aus Polen stammende Köchin halten mit Briefen den intensiven Kontakt aufrecht. In Berlin sollen sie schließlich beide nach mehrmaligen Umzügen in einer bescheidenen Wohnung &amp;nbsp;ein gemeinsames Zuhause finden. Auch wenn die Situation nicht immer ungetrübt ist: Das Geld ist knapp, die Inflation herrscht. &amp;nbsp;Franz leidet unter den Beschwerden seiner Tuberkulose-Erkrankung. In der Großstadt macht sich zudem der Antisemitismus breit, der Jahre später ein Großteil von Kafkas Familie in den Vernichtungslagern von Chelmno und Auschwitz den Tod bringen wird. Der große Schriftsteller wird dies nicht erleben: Er stirbt genau einen Monat vor seinem 41. Geburtstag im Juni 1924 im Sanatorium Kierling in Niederösterreich. An seiner Seite: Dora. Auch wenn ihr Vater, ein orthodoxer Jude, die Heirat mit dem pensionierten Angestellten einer Versicherungsanstalt und bereits bekannten Künstlers verweigert.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;All jene gegensätzlichen Stimmungen fließen in jenem wunderbaren Roman zusammen, jene heitere und hoffnungsvolle, ausgelöst durch die Beziehung, sowie jene erdrückende und düstere Atmosphäre, die durch den kritischen Gesundheitszustand Kafkas und die gespannte Situation in Berlin verursacht wird.&lt;br /&gt;Wie Kumpfmüller das Wachsen der Gefühle beschreibt, ist meisterhaft, nicht minder, wie er ehrlich und unumwunden den Niedergang des weltbekannten Schriftstellers und das Leid des Paars erzählt, das nur wenige gemeinsame Monate erlebt hat. Doch neben den privaten Seiten Kafkas widmet sich Kumpfmüller auch dem Thema Schreiben. Immer wieder finden sich in dem Roman, wie dem große Autor die Schaffenspausen&amp;nbsp; aufgrund seiner Erkrankung &amp;nbsp;zu schaffen macht. Selbst sein größter Unterstützer Max Brod kann ihm wenig helfen. Kaum eine Zeile bringt er zu Papier, kommen wieder gute Zeiten, zeigt sich Kafka glücklich. Selbst in den letzten Tagen bringt ihm die Korrektur von Druckfahnen frohen Mut.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Kumpfmüller, der 1961 in München geboren wurde, heute in Berlin lebt und für seinen Roman "Nachricht an alle" mit dem Döblin-Preis geehrt wurde, webt in seinen wunderbar poetischen Roman Kafkas Texte behutsam ein, Tagebücher, Briefe und Notizen und eine ganze Zeit finden so ihren Weg in ein großes Stück Literatur. Ein Teil der Korrespondenz sowie Notizen wurden indes 1935 von der Gestapo beschlagnahmt &amp;nbsp;und gelten bis heute als verschwunden. Dem Verfasser standen zudem die beiden Germanisten Prof. Peter-André Alt und Prof. Klaus Wagenbach zur Seite.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wer sich vor den meist düsteren Werken Kafkas bis jetzt fürchtete, wird mit dem Roman einen anderen, weil persönlicheren Bezug zu Kafka finden und möglicherweise seine Texte in einem ganz anderen Licht sehen. Zu wünschen wäre es. Und eines darf nicht vergessen werden. Mit dem Buch wird auch einer besonderen Frau ein Denkmal gesetzt:&amp;nbsp; Dora Diamant, die ihre Liebe um 20 Jahre überleben wird. Sie starb 54 Jahre alt in London.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Roman &amp;nbsp;&lt;a href="http://www.kiwi-verlag.de/das-programm/einzeltitel/?isbn=978-3-462-04326-6"&gt;"Die Herrlichkeit des Lebens"&lt;/a&gt; von&amp;nbsp; &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Michael_Kumpfm%C3%BCller"&gt;Michael Kumpfmüller &lt;/a&gt;&amp;nbsp;erschien im Verlag Kiepenheuer &amp;amp; Witsch im August 2011.&lt;br /&gt;240 Seiten, 18,99 Euro&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6450036578642063688-2960847217200935364?l=zeichenundzeiten.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://zeichenundzeiten.blogspot.com/feeds/2960847217200935364/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://zeichenundzeiten.blogspot.com/2012/03/seiner-seite-dora-michael-kumpfmuller.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6450036578642063688/posts/default/2960847217200935364'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6450036578642063688/posts/default/2960847217200935364'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://zeichenundzeiten.blogspot.com/2012/03/seiner-seite-dora-michael-kumpfmuller.html' title='An seiner Seite Dora  - Michael Kumpfmüller &quot;Die Herrlichkeit des Lebens&quot;'/><author><name>Constanze Matthes</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03148585359956534492</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/-9GXVzu6qzu4/TsQhNqw5DiI/AAAAAAAAAAs/e02UXghxLpY/s220/DSC_0006_fc.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/-clVVQQ2cLNE/T1T3zP1qXfI/AAAAAAAAAHs/ZkJwI1u92DM/s72-c/Kumpfm%C3%BCller.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6450036578642063688.post-7785265134415642878</id><published>2012-02-28T19:20:00.001+01:00</published><updated>2012-03-02T13:13:18.436+01:00</updated><title type='text'>Leben ist Kunst - Michel Houellebecq "Karte und Gebiet"</title><content type='html'>&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/-rDVIyQVp1vA/T00Nh3ZFyLI/AAAAAAAAAHk/ChGGwE4eyzM/s1600/Houellebecq.jpg" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" src="http://3.bp.blogspot.com/-rDVIyQVp1vA/T00Nh3ZFyLI/AAAAAAAAAHk/ChGGwE4eyzM/s1600/Houellebecq.jpg" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;i&gt;"Ein Menschenleben ist im Allgemeinen nur eine Kleinigkeit, es lässt sich in wenigen Ereignissen zusammenfassen (...)."&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;&lt;br /&gt;&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;Das moderne Leben ähnelt einer Autobahn. Die Durchstarter rasen auf der Überholspur. Die hohe Geschwindigkeit oder das Gespräch am Mobiltelefon verhindert, dass sie nach links oder rechts schauen oder überhaupt etwas außerhalb ihres Kokons aus Glas und Blech registrieren. Wer ihnen die freie Bahn verstellt, wird geblendet. Jenen mit dem gemählicheren Tempo entgeht nur wenig. Vielmehr zählen sie die Abfahrten, werfen einen Blick auf jene, die Rast machen, schmunzeln über die Raser und ihren törichten Glauben, mit Geschwindigkeit Zeit zu gewinnen. Auch mit Tempo 200 &amp;nbsp;vergeht das Leben. Da hilft kein Technikschnickschnack, kein Glanz, kein hohler Stolz. Nichts hilft.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Vielleicht tröst nur ein großer Namen über den Gedanken hinweg, dass alles &amp;nbsp;ein Ende hat. Er muss jedoch Ergebnis persönlicher Anstrengungen sein. Wie bei Jed Martin. Er ist Künstler, sein Vater ein Architekt, der weltweit Tourismustempel baut, seine Mutter hat sich mit 40 Jahren das Leben genommen. Über den Grund schweigt sich Jeds Vater aus. Ein Leben lang. Jed findet über die Fotografie zur Malerei. Einen Namen macht er sich mit Werken, in denen er Straßenkarten mit Satellitenbildern vereint, die in Paris erfolgreich ausgestellt werden. Ruhm erntet der Pariser&amp;nbsp; Künstler indes mit einer Reihe von Gemälden, die Menschen bei ihrer Arbeit oder in einem besonderen Moment zeigen. Während der Vorbereitung zu einer Ausstellung lernt Jed den bekannten Schriftsteller Michel Houellebecq kennen, der sich allen gesellschaftlichen Kreisen entzogen hat und ein Leben als Eremit in Irland, später wieder in Frankreich auf dem Land führt. Der Autor soll das Vorwort für den Katalog schreiben. Als Honorar bietet Jed Houellebecq ein Porträt an, das er selbst malt. Doch wenige Monaten nachdem er das versprochene Gemälde dem Schriftsteller übergeben hat, wird dieser auf entsetzliche Art und Weise ermordet, so dass es selbst erfahrene Polizisten den Magen umdreht beim Anblick der sterblichen Überreste.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein Autor, der sich in einem Buch selbst ein Ende setzt, und dann ein so grausames - Michel Houellebecq beweist mit seinem jüngsten Roman "Karte und Gebiet" nicht nur gehörige Portionen an Selbstironie und schwarzen Humors. Wie er über die großen Themen das Leben und der Tod, das Leben und die Kunst, Gesellschaft und Kultur schreibt, ist Meisterklasse. Dabei habe ich noch bis vor kurzem die Bücher des Franzosen nur mit hoch gezogener Augenbraue aus der Ferne "gewürdigt". Er gilt als Exzentriker, seine Romane verband ich immer mit dem Adjektiv "schlüpfrig". Nun wurde ich eines Besseren belehrt und bitte um Vergebung mit der Bitte: Lesen Sie dieses Buch! Es ist ein Meisterwerk. Nur Meisterwerke können sowohl unterhalten als auch belehren, einen an der Seele packen. Mit "Karte und Gebiete" kann man zugleich schmunzeln und grübeln. Der Protagonist Jed ist zudem so gestaltet mit seinen genialen Fähigkeiten und seinen menschlichen Ecken und Kanten, dass er dem Leser schon irgendwie sympatisch erscheint. Und auch das Spiegelbild (?) des Autors muss man irgendwie mögen ob seiner Exzentrität. An diese Seite stellt Houellebecq, der reale, eine ganze Reihe interessanter Charaktere, wie Jeds erfolgreiche, aber auch gefühlvolle Freundin Olga oder Kommissar Jasselin, der sich auf die Suche nach dem Mörder Houellebecqs, dem fiktiven, begibt.&lt;br /&gt;Mit &amp;nbsp;Beklemmung liest man dagegen von den Schattenseiten und den finsteren Ecken der modernen Gesellschaft, über die in sich verliebte High Society, die aus Raffgier krisengeschüttelte Finanzwelt und ja, die unvorstellbare Macht der Kunst, deren Preise oftmals in die Verhältnislosigkeit abdriften.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Karte und Gebiet" vereint in sich so verschiedene Genres: Das Buch ist melancholischer Künstler- und Entwicklungsroman und zugleich kritisches Abbild der Gegenwart und entwickelt sich im letzten Drittel gar zu einem spannenden Krimi, der an einigen Stellen leicht ironische Züge aufweist. Dass Michel Houellebecq für diesen Roman schließlich mit einem der wichtigsten französischen Literaturpreise, dem Prix Goncourt, geehrt wurde, erscheint wie ein selbstverständliches Naturgesetz oder so eindeutig wie eine mit Akribie gefertigte Straßenkarte.&amp;nbsp; &amp;nbsp; &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Roman&amp;nbsp;&lt;a href="http://www.dumont-buchverlag.de/buch/Michel_Houellebecq_Karte_und_Gebiet/8137"&gt;"Karte und Gebiet"&lt;/a&gt; von&amp;nbsp;&lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Michel_Houellebecq"&gt;Michel Houellebecq&lt;/a&gt; erschien 2011 in der Übersetzung aus dem Französischen von Uli Wittmann im Dumont-Verlag.&lt;br /&gt;416 Seiten, 22,99 Euro (als Taschenbuch 9,99 Euro)&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6450036578642063688-7785265134415642878?l=zeichenundzeiten.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://zeichenundzeiten.blogspot.com/feeds/7785265134415642878/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://zeichenundzeiten.blogspot.com/2012/02/leben-ist-kunst-michel-houellebecq.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6450036578642063688/posts/default/7785265134415642878'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6450036578642063688/posts/default/7785265134415642878'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://zeichenundzeiten.blogspot.com/2012/02/leben-ist-kunst-michel-houellebecq.html' title='Leben ist Kunst - Michel Houellebecq &quot;Karte und Gebiet&quot;'/><author><name>Constanze Matthes</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03148585359956534492</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/-9GXVzu6qzu4/TsQhNqw5DiI/AAAAAAAAAAs/e02UXghxLpY/s220/DSC_0006_fc.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/-rDVIyQVp1vA/T00Nh3ZFyLI/AAAAAAAAAHk/ChGGwE4eyzM/s72-c/Houellebecq.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6450036578642063688.post-262519275957369648</id><published>2012-02-20T19:43:00.000+01:00</published><updated>2012-02-20T19:43:17.935+01:00</updated><title type='text'>Stille nach dem Sturm - Claudie Gallay "Die Brandungswelle"</title><content type='html'>&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/-jeSEzfnPAU8/T0KG9OsrmSI/AAAAAAAAAHc/-l918JkZerg/s1600/Brandungswelle.jpg" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="320" src="http://4.bp.blogspot.com/-jeSEzfnPAU8/T0KG9OsrmSI/AAAAAAAAAHc/-l918JkZerg/s320/Brandungswelle.jpg" width="201" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;"Es gibt tausend Gründe, sich einzuschließen. Herauszukommen ist viel schwerer."&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Sturm braust über das Meer und die Küste, er zerrt an den Häuserwänden, an den dicken Tauen der Boote im Hafen, er greift nach jenen Dingen, die der Kraft der mächtigen Böen nichts entgegenzustellen haben. In La Hague im Nordwesten der Normandie suchen die Einwohner in ihren Häusern Schutz. Es sind nur wenige, denn der Ort ist klein. Wer will sich schon den trotzigen Unbilden tagein tagaus aussetzen, auch wenn der Blick aufs Meer ein malerischer, ein von den Touristen geliebter ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sie ist beruflich hier gestrandet, die Ornithologin, die an der Küste die Vögel zählt und beobachtet. Sie, die nach dem Tod ihrer großen Liebe mit La Hague einen neuen Landstrich und das Leben entdecken soll und diese Geschichte erzählt. Gemeinsam mit einem Künstler und dessen Schwester wohnt sie in einem ehemaligen Hotel. Und sie ist nicht der einzige Mensch, der für Gesprächsstoff unter den Einwohnern sorgt. Lambert, ein Polizist, hat es ebenfalls in den Ort getrieben, auf der Suche nach einer Antwort. Warum mussten seine Eltern und sein kleiner Bruder vor 40 Jahren während eines Bootsunglücks sterben? &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In dem Roman "Die Brandungswelle" der Französin Claudie Gallay, Jahrgang 1961, erzeugt diese Suche nach der Antwort und die allmähliche Rekonstruktion eines Familiendramas eine ungemeine Spannung. Das Faszinierende an diesem grandiosen Buch liegt indes in den vielen kleinen Details und Stimmungen, die eine besondere Atmosphäre bilden. Jeder Dialog, jede noch so kleine Regung der handelnden Personen, jede detaillierte Beschreibung der Szenerie ist ein Mosaikstein in diesem Porträt eines Küstenortes und seiner Einwohner, die nicht nur meist eine besondere Vergangenheit zu erzählen wüssten, sondern auch Geheimnisse haben und damit auch eine Schuld tragen. Da ist Theo, der einstige Leuchtturmwächter, der an jenem tragischen Herbsttag das Licht ausgeschaltet hatte, früher sich um die Vögel kümmerte und nun eine ganze Reihe Katzen um sich scharrt. Da ist Nan, seine Liebe, die früher ein Kinderheim führte und in Lambert bei seiner Ankunft ein früheres Kind erkannte. Ihre Widersacherin ist die Mutter der Wirtin Lili und Theos Frau.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zusammen sind sie gebeugt und enttäuscht von ihrem Lebensweg, der nicht von einem selbst gewählten Ziel, sondern vom &amp;nbsp;passive Dulden eines Zustandes gezeichnet ist. Es existiert kein liebevolles Miteinander, das Ungesagte hat sie verbiestert und einsam werden lassen. Man geht sich aus dem Weg, anstatt miteinander zu sprechen und die Fronten zu klären. Das ist auch bei Max der Fall, dem Mann, der in die Schwester des Künstlers verliebt ist, aber kaum eine Möglichkeit der Annäherung findet. Mit seinem selbst gebauten Boot indes als Fischer eine gewisse Zufriedenheit erlangt. Der sensible Theo wird schließlich die Flucht in ein neues, unerwartetes Zuhause antreten. Gallay lotet die psychologischen Untiefen ihrer Charaktere aus, wie es selten in der Gegenwartsliteratur ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als Nan stirbt, völlig entkräftet nach einer Bootstour, fügt sich allmählich das Puzzle zu einem Bild, das die Vergangenheit erklärt und die Gegenwart verändert. Am Ende hat auch die Ornithologin zu sich gefunden und den Schmerz nach dem Tod ihres Partners abgestreift. Inmitten einer Landschaft am Rande des mächtigen Meeres, dem in diesem Roman ein auf den ersten Blick düsteres, aber beim genauern Hinsehen eindrucksvolles Denkmal gesetzt wird. La Hague ist zwar das Ende der Welt, aber eines, an dem manches Leben eine neue Richtung erhält.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Roman&amp;nbsp;&lt;a href="http://www.randomhouse.de/Taschenbuch/Die-Brandungswelle-Roman/Claudie-Gallay/e381573.rhd?coverMode=Y"&gt;"Die Brandungswelle"&lt;/a&gt; von Claudie Gallay erschien als Taschenbuch im btb-Verlag in der Übersetzung aus dem Französischen von Claudia Steinitz. Der Roman wurde mit dem Grand Prix de Elle ausgezeichnet.&lt;br /&gt;Originaltitel: "Les déferlantes".&lt;br /&gt;560 Seiten, 9,99 &amp;nbsp;Euro&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6450036578642063688-262519275957369648?l=zeichenundzeiten.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://zeichenundzeiten.blogspot.com/feeds/262519275957369648/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://zeichenundzeiten.blogspot.com/2012/02/stille-nach-dem-sturm-claudie-gallay.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6450036578642063688/posts/default/262519275957369648'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6450036578642063688/posts/default/262519275957369648'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://zeichenundzeiten.blogspot.com/2012/02/stille-nach-dem-sturm-claudie-gallay.html' title='Stille nach dem Sturm - Claudie Gallay &quot;Die Brandungswelle&quot;'/><author><name>Constanze Matthes</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03148585359956534492</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/-9GXVzu6qzu4/TsQhNqw5DiI/AAAAAAAAAAs/e02UXghxLpY/s220/DSC_0006_fc.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/-jeSEzfnPAU8/T0KG9OsrmSI/AAAAAAAAAHc/-l918JkZerg/s72-c/Brandungswelle.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6450036578642063688.post-5791822605018676432</id><published>2012-02-18T21:11:00.001+01:00</published><updated>2012-02-18T21:49:04.014+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Filme'/><title type='text'>Traumfabrik - "Hugo Cabret"</title><content type='html'>&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/-910phFJixLg/Tz_zCmbKUfI/AAAAAAAAAHU/WOst4P2qFKo/s1600/Hugo.jpg" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="320" src="http://3.bp.blogspot.com/-910phFJixLg/Tz_zCmbKUfI/AAAAAAAAAHU/WOst4P2qFKo/s320/Hugo.jpg" width="240" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="text-align: justify; text-justify: inter-ideograph;"&gt;&lt;i&gt;"Der Traum enthüllt die Wirklichkeit, hinter der die Vorstellung zurückbleibt. Das ist das Schreckliche des Lebens - das Erschütternde der Kunst." &lt;/i&gt;&amp;nbsp;&lt;b&gt;Franz Kafka&lt;/b&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;Sein Zuhause ist der Bahnhof von Paris. Hier fahren die Dampfrösser mit kräftigem Schnaufen ein. Eine Kapelle sorgt im Bistro für Unterhaltung. Der Stationsvorsteher streift mit seinem knurrigen Dobermann Maximillian durch die Eingangshalle, um nach dem Rechten zu sehen. Hugo lebt in dieser Welt, in der Zeit und Pünktlichkeit auf das burleske und genussvolle Leben des Reisens treffen. Der zwölfjährige Waisenjungen zieht die riesigen Uhren des Gebäudes auf und kümmert sich liebevoll mit dem Ölfläschen um die Apparaturen, in der jedes noch so kleine Rädchen seinen Platz hat. &amp;nbsp;Hugos Vater starb während eines Brandes im Museum. Onkel Claude nahm den Jungen schließlich auf, der nach dessen Verschwinden wieder sich selbst überlassen ist und aufpassen muss, um nicht in die Fänge des Stationsvorstehers zu geraten, der einen guten Draht zur Polizei und zum Waisenhaus hat.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der einzige Trost des Jungen ist ein Automat, ein mechanischer Mensch, den sein Vater auf dem Dachboden des Museum gefunden und repariert hat, sowie ein Notizbuch mit Skizzen. Doch das wird er schnell los, als der Verkäufer im Spielzeugwarenladen dem Jungen auf die Schliche kommt, der ab und an sich in den Auslagen bedient und Ersatzteile gestohlen hatte. Hugo muss das Heft wieder haben und wird zum Gehilfen des Spielzeugwarenhändlers, der schnell erkannt hat, welches Talent in dem Jungen steckt, der scheinbar mühelos eine kaputte Spielzeugmaus repariert. Hugo lernt Isabelle, die Patentochter des Händlers, kennen, die nicht von der Seite des Jungen weicht. Eines Tages entdeckt Hugo den Anhänger, den Isabelle um den Hals trägt, der als Schlüssel dient, um den mechanischen Mann aufzuziehen. Und das Experiment funktioniert. Der Automat zeichnet ein Bild aus einem Film, von dem Hugos Vater immer erzählt hat, und signiert die Skizze mit dem Namen &amp;nbsp;Georges Méliès. Er war nicht nur ein berühmter Filmemacher, in jenen Zeiten, als die Bilder zu laufen begannen, er ist auch der Patenonkel von Isabelle.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mit diesem Geheimnis wandelt sich die spannende Geschichte eines Waisenjungen zu einer zauberhaften Hommage an den Film als magisches Medium. Und diesem hohen Anspruch wird auch Martin Scorseses neuestes Werk gerecht. Es sind wunderbare Bilder, die der Starregisseur gepaart mit wunderschönen Melodien auf die Leinwand bringt, ob die atemberaubende Kulisse des Pariser Bahnhofs in den 30er Jahren, die faszinierende Mechanik der riesigen Uhren oder eher die kleinen herzerwärmenden Episoden am Rand, die von Begegnungen der Menschen und ihrem Alltag erzählen. Mit diesem Meisterwerk ist dann auch der Einsatz der 3-D-Technik gerechtfertigt, der derzeit nahezu überhand nimmt. Sie bringt nicht nur die eindrucksvolle Uhrenmechanik und die Räumlichkeit des Bahnhofes wunderbar zur Geltung, sie &amp;nbsp;verursacht auch jene Reaktionen, die die ersten Betrachter eines Films zeigten. Die Einfahrt einer Dampflok in einen Bahnhof ließ die Zuschauer vor Angst kreischen, angesichts der nahezu realen Illusion.&lt;br /&gt;&amp;nbsp; &lt;br /&gt;"Hugo Cabret" ist nicht unbedingt ein Film für Kinder. Scorsese hat nicht umsonst bekannte Leinwandstars verpflichten können, die neben den beiden jungen Hauptdarstellern Asa &amp;nbsp;Butterfield als Hugo und Chloe Moretz als Isabelle brillieren, wie Ben Kingsley als &amp;nbsp;Georges Méliès, Sacha Baron Cohen als ernster Stationsvorsteher von der eher traurigen Gestalt, Christopher Lee als Buchhändler und Jude Law als Hugos Vater. Doch sie sind nicht die einzigen großartigen Mimen in dieser Geschichte. Scorsese erinnert mit Szenen aus Stummfilmklassikern an die gute alte Zeit. Charlie Chaplin darf da nicht fehlen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am Ende ist man sowohl berührt von der Geschichte als auch fasziniert vom einmaligen Wesen des Mediums Films, der Träume erschafft - sowohl in der vergangenen Zeit als auch in der heutigen Gegenwart. Gerade "Hugo Cabret" beweist es.&amp;nbsp; &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Trailer und weitere Informationen zum Film&amp;nbsp;&lt;a href="http://www.hugocabret.de/"&gt;Hugo Cabret&lt;/a&gt; auf der Internetseite.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6450036578642063688-5791822605018676432?l=zeichenundzeiten.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://zeichenundzeiten.blogspot.com/feeds/5791822605018676432/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://zeichenundzeiten.blogspot.com/2012/02/traumfabrik-hugo-cabret.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6450036578642063688/posts/default/5791822605018676432'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6450036578642063688/posts/default/5791822605018676432'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://zeichenundzeiten.blogspot.com/2012/02/traumfabrik-hugo-cabret.html' title='Traumfabrik - &quot;Hugo Cabret&quot;'/><author><name>Constanze Matthes</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03148585359956534492</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/-9GXVzu6qzu4/TsQhNqw5DiI/AAAAAAAAAAs/e02UXghxLpY/s220/DSC_0006_fc.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/-910phFJixLg/Tz_zCmbKUfI/AAAAAAAAAHU/WOst4P2qFKo/s72-c/Hugo.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6450036578642063688.post-5251677438444472084</id><published>2012-02-12T19:45:00.001+01:00</published><updated>2012-02-13T20:37:25.955+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Bücher'/><title type='text'>Der tragische Tod eines Sportlers - Josef Haslinger "Jáchymov"</title><content type='html'>&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/-WHb-tV5Vq5Y/Tzf6mtjGqmI/AAAAAAAAAHI/ICZlyJT4gxc/s1600/u1_978-3-10-030061-4.jpg" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="320" src="http://3.bp.blogspot.com/-WHb-tV5Vq5Y/Tzf6mtjGqmI/AAAAAAAAAHI/ICZlyJT4gxc/s320/u1_978-3-10-030061-4.jpg" width="193" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;"Das Erinnern gehört zu uns lebenden Menschen. Das, was wir mit Erinnerung meinen, gibt es nur hier auf dieser Welt."&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Leben hält Begegnungen bereit, die nur das Schicksal knüpfen kann. Manchmal ist das so. Rein faktische Erklärungsversuche gibt es nicht. In der Literatur finden wir solche Aufeinandertreffen zuhauf. Klar, Literatur ist Fiktion, das riesige Feld für Denkspiele nach dem Motto "was wäre wenn", ein kunstvolles Vermischen von Orten, Zeiten und Personen. Aber vielleicht hätte es diese Begegnung zwischen einem Verleger und der Tochter eines tschechischen Eishockeystars wirklich gegeben, die Josef Haslinger in seinem neuesten Roman "Jáchymov" Raum gibt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Denn spielte die Zeit der Wende und die späteren Jahre, Jahrzehnte nicht mit den Menschen in Europa blinde Kuh? Sie wurden mit einem Mal an Orte gebracht, die sie ohne die friedliche &amp;nbsp;Revolution gar nicht erlebt hätten, manchmal nur aus der spontanen Entscheidung heraus. Und sie erlebten, wie Orte sich wandelten, wie einst Plätze des Schreckens zu Gedenkstätten wurden. Jáchymov ist solch ein Ort. Hier treffen der Verleger Anselm Findeisen und die Tochter des früheren Torwarts der tschechischen Eishockeynationalmannschaft, Bohumil Módry, aufeinander. Er sucht Heilung für seine Morbus-Bechterew-Erkrankung, sie den Ort, an dem ihr Vater unermesslich leiden musste: Im Uranbergwerk im Erzgebirge, wo er ein Jahr schuftete, der Strahlung schutzlos ausgeliefert war und schließlich wenige Jahre nach der Amnestie an den Folgen verstirbt. Die Tochter, eine Tänzerin, erzählt dem Verleger die Geschichte ihres Vaters, in Gesprächen und in jenem Bericht, um den Findeisen die Frau für ein mögliches Buch gebeten hatte. Ausführlich hält sie Rückblende: auf die Erfolge ihres Vaters, der mit seinem Team zweimal Weltmeister und einmal Olympiasieger wurde. Schonungslos und offen erzählt sie über die Anwerbeversuche westlicher Mannschaften, die stetigen Gedanken an eine Ausreise und die Schikanen, die das Team bereits vor und erst recht nach der Verurteilung wegen angeblicher Angriffe gegen das kommunistische Regime erleben musste. Módry erhielt mit 15 Jahren Gefängnis die härteste Strafe. Mitspieler hatten ihn "vorgeschoben". Die hohen Funktionäre wollten danach nichts mehr von ihren sportlichen Helden wissen, keiner einziger von den "großen Namen" war zugegen, als Módry gerade mal 47 Jahre alt 1963 zu Grabe getragen wird. Selbst die Familie, die beiden Töchter und die aus der Schweiz stammende Ehefrau, war den Schikanen ausgesetzt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Doch es nicht nur die reale Geschichte des Eishockeyspielers, die Haslinger nach umfangreichen Recherchen und mit der Hilfe der Tochter Módrys literarisch verarbeitet, die in diesem Roman breiten Raum erhält. Der Österreicher, der seit 1996 am Leipziger Literaturinstitut als Professor für Ästhetik tätig ist, hat allgemein die Geschehnisse in Mitteleuropa im Blick. Dem Verleger Findeisen schreibt er ein Leben zu, das ebenfalls von den Widrigkeiten eines totalitären Systems gezeichnet ist. Er wuchs in der DDR auf, galt als Talent in Sachen Fallschirmspringen. Später erlebt er ebenfalls den Gefängnisalltag, nachdem er an der ungarischen Grenze verhaftet worden war, ohne dass ihm ein Fluchtversuch wirklich bewiesen werden konnte. So werden Parallelen zwischen den Ländern und dem Alltag ihrer Bewohner gezogen, die der Willkür des politischen Systems, Mangel- und korrupter Vetternwirtschaft ausgeliefert waren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Haslinger verbindet die verschiedenen Zeitebenen geschickt, erzählt in einer Sprache, die zwei unterschiedliche Gesichter zu haben scheint, um sowohl die Schrecknisse dieser Zeit und die Tragödie des Sportlers eindrücklich zu beschreiben als auch die etwas wunderliche Figur des Verlegers leicht ironisch darzustellen. Sein Roman vereint viele verschiedene Geschichten: die unterschiedlichen Menschenschicksale, ein Auszug aus der Historie zweier Länder und vor allem ein besonderes Kapitel tschechischer Sportgeschichte. Und all dies zusammen bildet ein Werk, das ungemein lehrreich ist und berührt. Es zeigt, wie Geschichte mit dem Leben des Menschen spielen kann, im schlimmsten Fall es zu einer Tragödie werden lässt. Ohne dass der Mensch eine Chance hat, erfolgreich mitzuspielen. &amp;nbsp; &amp;nbsp; &amp;nbsp; &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Roman &amp;nbsp;&lt;a href="http://www.fischerverlage.de/buch/jachymov/9783100300614"&gt;"Jáchymov"&lt;/a&gt; von&amp;nbsp;&lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Josef_Haslinger"&gt;Josef Haslinger&lt;/a&gt; erschien im Fischer-Verlag.&lt;br /&gt;270 Seiten, 19,95 Euro&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6450036578642063688-5251677438444472084?l=zeichenundzeiten.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://zeichenundzeiten.blogspot.com/feeds/5251677438444472084/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://zeichenundzeiten.blogspot.com/2012/02/der-tragische-tod-eines-sportlers-josef.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6450036578642063688/posts/default/5251677438444472084'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6450036578642063688/posts/default/5251677438444472084'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://zeichenundzeiten.blogspot.com/2012/02/der-tragische-tod-eines-sportlers-josef.html' title='Der tragische Tod eines Sportlers - Josef Haslinger &quot;Jáchymov&quot;'/><author><name>Constanze Matthes</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03148585359956534492</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/-9GXVzu6qzu4/TsQhNqw5DiI/AAAAAAAAAAs/e02UXghxLpY/s220/DSC_0006_fc.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/-WHb-tV5Vq5Y/Tzf6mtjGqmI/AAAAAAAAAHI/ICZlyJT4gxc/s72-c/u1_978-3-10-030061-4.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6450036578642063688.post-1925694158160933971</id><published>2012-02-11T12:08:00.001+01:00</published><updated>2012-02-13T20:37:43.911+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Glossen'/><title type='text'>Plüsch ist voll im Trend!</title><content type='html'>&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/-B17HXm353sY/TzWPJcovtAI/AAAAAAAAAHA/wwXXYwON-PI/s1600/450294_web_R_K_by_miraliki_pixelio.de.jpg" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="240" src="http://1.bp.blogspot.com/-B17HXm353sY/TzWPJcovtAI/AAAAAAAAAHA/wwXXYwON-PI/s320/450294_web_R_K_by_miraliki_pixelio.de.jpg" width="320" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;Dass die Narren aber auch immer im Winter ihre fünfte Jahreszeit feiern müssen. Aber sie wollen es nicht anders. Nun&amp;nbsp; meinen ja viele, sie werden durch die Stimmung aus Alkohol, Kussfreiheit und neckischem Schabernack regelrecht aufgeheizt, was sicherlich auch durchaus der Wahrheit entspricht. Doch einige munkeln wiederum, in diesem Jahr seien angesichts der Mammutkälte ganz spezielle Kostüme Trend: jene aus Plüsch, die kuschlig sind und wärmen. Und nicht nur unbedingt den Träger der illustren, weichen Bekleidung. &amp;nbsp; &lt;br /&gt;Nur sollten sich die „tierischen“ Karnevalisten nicht unbedingt das Freyburger Schützenhaus für ihr Treiben aussuchen.&amp;nbsp; Ob da während einer Fete ein ganzer Zoo zusammenkommt?&amp;nbsp;Einen Bären in der Bütt&amp;nbsp; aufbinden, kann da schon doppeldeutig verstanden werden. Oder es tauchen später Schlagzeilen auf wie „Knut lebt doch!“ oder „Wankender Grizzly macht sich ans kesse Eichhörnchen ran.“&amp;nbsp; Vielleicht muss die stattliche Erscheinung von Meister Petz sogar in dem Trubel einen Elchtest bestehen, wenn er um die Tische zur Bar kurvt und sich nicht in den Luftschlangen verheddern darf. &amp;nbsp;Aber womöglich hilft ihm später dann der ruhige Nordländer, wenn es wieder in den Schnee rausgeht, wo bereits der Yeti wartet. Und wenn alle schon nach Hause getapst sind, wird nur noch ein putziges Geschöpf seine Runden im Saal drehen und auf die Trommel hauen: das knuffige Duracell-Häschen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Foto: miraliki/&lt;a href="http://www.pixelio.de/"&gt;pixelio.de&lt;/a&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6450036578642063688-1925694158160933971?l=zeichenundzeiten.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://zeichenundzeiten.blogspot.com/feeds/1925694158160933971/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://zeichenundzeiten.blogspot.com/2012/02/plusch-ist-voll-im-trend.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6450036578642063688/posts/default/1925694158160933971'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6450036578642063688/posts/default/1925694158160933971'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://zeichenundzeiten.blogspot.com/2012/02/plusch-ist-voll-im-trend.html' title='Plüsch ist voll im Trend!'/><author><name>Constanze Matthes</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03148585359956534492</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/-9GXVzu6qzu4/TsQhNqw5DiI/AAAAAAAAAAs/e02UXghxLpY/s220/DSC_0006_fc.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/-B17HXm353sY/TzWPJcovtAI/AAAAAAAAAHA/wwXXYwON-PI/s72-c/450294_web_R_K_by_miraliki_pixelio.de.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6450036578642063688.post-8373889369321494835</id><published>2012-02-07T18:56:00.002+01:00</published><updated>2012-02-13T20:37:59.299+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Bücher'/><title type='text'>Abschied - Willy Vlautin "Lean on Pete"</title><content type='html'>&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/-Pk7PIqixEng/TzFcv_wIkSI/AAAAAAAAAG4/i900OSkxUJw/s1600/Lean+on+Pete.jpg" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" src="http://1.bp.blogspot.com/-Pk7PIqixEng/TzFcv_wIkSI/AAAAAAAAAG4/i900OSkxUJw/s1600/Lean+on+Pete.jpg" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;"Es ist schwer zu begreifen, warum es einen so bedrücken kann, etwas Schönes zu sehen, aber manchmal ist das so."&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Enge Verbindungen zwischen Mensch und Tier schreiben die schönsten und emotionalsten Geschichten, jene, die einen zutiefst bewegen, ob sie nun ein Happy End oder einen tragischen Ausgang haben. So viel schon einmal vorweg: der Jugendroman "Lean on Pete" des Amerikaners Willy Vlautin geht gut aus. Hätte ich nur geschrieben, dass seine Story sehr traurig ist, würden die meisten sicherlich jetzt das Lesen beenden. Traurige Geschichten haben einen schweren Stand. Kaum einer will an die Abgründe und Tücken des Lebens erinnert werden, nicht einmal durch wunderbare Literatur. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Erzählt wird die Geschichte von Charley. Er ist 15. Mit seinem Vater Ray ist er wieder einmal in eine neue Stadt gezogen. Denn der hält es nie lange an einem Ort aus. In Portland ziehen sie in ein Haus, der Vater hat einen Job. Charley nur keine Freunde. Er vertreibt sich die Zeit der Ferien mit Joggen und entdeckt eines Tages eine Pferderennbahn und Del, der seine Pferde in die Rennen schickt. Oft auf abgesteckten Feldwegen, oft mit Medikamenten im Blut. Charley wird sein Handlanger, sein Helfer, der schlecht, manchmal gar nicht bezahlt wird. Und da auch sein Vater sich kaum um ihn kümmert, ist der 15-Jährige oft auf sich allein gestellt. Bei der Arbeit macht er die Bekanntschaft mit dem Pferd Lean on Pete. Er kümmert sich rührend um ihn, erzählt ihm seine Erlebnisse, seine Ängste und Hoffnungen. Charleys Vater wird bei einem Zusammentreffen mit dem Mann seiner Geliebten schwer verletzt. Im Krankenhaus verstirbt er wenige Tage später. Charley bleibt allein zurück. Als jedoch Lean on Pete wegen einer Verletzung und schlechten Rennergebnissen der Tod droht, flieht Charley mit dem Pferd. Er begibt sich auf die Suche nach seiner Tante. Doch die Reise von Portland nach Denver quer durch das karge Land der Wüste gerät zu einer Odyssee...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;... die als ein Roadmovie im Kopf &amp;nbsp;des Lesers erscheint. Viele Gesichter hat dieses Buch, das einen nicht nur in das Leben des Jungen einführt, sondern auch seine Entwicklung beschreibt. Der Roman ist also Tiergeschichte, Amerika-Roman, Jugendbuch, Aussteiger-Geschichte und Entwicklungsroman in einem. Auf hochsprachliche Poesie muss man indes verzichten. Vielmehr lässt Vlautin den Jungen in seiner recht einfachen Sprache berichten. Nur so kann auch die besondere Bindung entstehen, die es zwischen dem Helden und dem Leser gibt. Charley lernt man kennen und dann lieben. Er ist ein zäher Bursche, der sich durchbeißt, auch wenn er nahezu am Abgrund steht, sowohl pleite als auch einsam ist. Während sein Halt das Pferd ist, werden ihn später seine Erfahrungen und das große Durchsetzungswillen zur Seite stehen. Er muss und will zu seiner Tante, das einzige Familienmitglied, die er noch hat. Auf dem Weg dahin trifft Charley schlechte und gemeine Menschen, die ihn ausnutzen, übers Ohr hauen und ausrauben, aber er macht auf seinem langem Trip durch einen Teil Amerikas auch die Bekanntschaft von hilfsbereiten Menschen. Der Junge lernt dabei&amp;nbsp;außerdem die Widrigkeiten der Gesellschaft wie Armut, Obdachlosigkeit und Kriminalität sowie menschliche Untugenden wie Gewinnsucht und Grausamkeit kennen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am Ende gibt es so einen leichten Seufzer. Der Junge wurde für seine Mühen belohnt, auch wenn die durchlebten Strapazen und entsetzlichen Erlebnisse ihn gezeichnet haben. Doch nicht nur ihn: Der Leser hat eine rührende, jedoch niemals kitschig erscheinende Geschichte erfahren, eine, die sogleich weh tat, aber so viel Lebensklugheit vermittelte - und das auf 300 Seiten und in Form eines Jugendbuchs, das damit ein Meisterstück sowohl für Jugendliche als auch Erwachsene ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Roman&amp;nbsp;&lt;a href="http://www.berlinverlage.com/bucher/bucherDetails.asp?isbn=9783833350511"&gt;Lean on Pete&lt;/a&gt; von&amp;nbsp;&lt;a href="http://www.willyvlautin.com/"&gt;Willy Vlautin&lt;/a&gt; erschien im Bloomsbury Verlag in der Übersetzung aus dem Amerikanischen von Robin Detje.&lt;br /&gt;304 Seiten, 9,95 Euro&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6450036578642063688-8373889369321494835?l=zeichenundzeiten.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://zeichenundzeiten.blogspot.com/feeds/8373889369321494835/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://zeichenundzeiten.blogspot.com/2012/02/abschied-willy-vlautin-lean-on-pete.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6450036578642063688/posts/default/8373889369321494835'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6450036578642063688/posts/default/8373889369321494835'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://zeichenundzeiten.blogspot.com/2012/02/abschied-willy-vlautin-lean-on-pete.html' title='Abschied - Willy Vlautin &quot;Lean on Pete&quot;'/><author><name>Constanze Matthes</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03148585359956534492</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/-9GXVzu6qzu4/TsQhNqw5DiI/AAAAAAAAAAs/e02UXghxLpY/s220/DSC_0006_fc.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/-Pk7PIqixEng/TzFcv_wIkSI/AAAAAAAAAG4/i900OSkxUJw/s72-c/Lean+on+Pete.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6450036578642063688.post-6089923750226445733</id><published>2012-02-02T19:08:00.000+01:00</published><updated>2012-02-13T20:38:15.960+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Bücher'/><title type='text'>Festgefroren - Jón Kalman Stefánsson "Der Schmerz der Engel"</title><content type='html'>&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/-7vtYErgEtf4/TyrINIEKerI/AAAAAAAAAGw/WSmcEtouAVY/s1600/Stefansson.jpg" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="320" src="http://3.bp.blogspot.com/-7vtYErgEtf4/TyrINIEKerI/AAAAAAAAAGw/WSmcEtouAVY/s320/Stefansson.jpg" width="193" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;blockquote class="tr_bq"&gt;"Der Überlebenskampf und die Träume passen nicht zusammen, Poesie und Salzfisch sind Gegensätze, keiner kann seine Träume essen. So leben wir."&amp;nbsp;&lt;/blockquote&gt;Am Pferd festgefroren erreicht der Landpostbote Jens den rettenden Gasthof und damit die Wärme. Seine Tour quer übers Land und durch den isländischen Winter hat alles von ihm abverlangt. Doch ihm wird nur kurze Zeit der Ruhe in seinem Heimatort vergönnt. Der Apotheker und Postobermeister Sigurdur schickt ihn erneut auf eine Reise. Beide können sich nicht wirklich riechen, der Drogist spekuliert auf einen Fehler des Boten. Die Tour führt in den Norden, übers Meer, die Berge und Hochebenen - mitten im Winter, mitten durch die eisigen Winde der Stürme. Der Winter ist in diesen Breiten erbarmungslos und hat gemeinsam mit der Stärke des Meeres zahlreichen Menschen das Leben genommen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;An die Seite des Postboten wird ein Junge gestellt. Ein Waise, der nicht nur seine Eltern, sondern auch einen treuen Freund verloren hat. Er wohnt im Gasthof, gilt als Traumtänzer. Für die Gäste wie den blinden Käpt'n Kolbeinn und die beiden Frauen, die das Lokal führen, liest er jeden Abend vor, meist aus Shakespeares Werken. Gemeinsam brechen der Erfahrene und das Greenhorn schließlich auf. Ihr Weg ist steinig und steil, die Temperaturen tiefgesunken, der Sturm unerbittlich. Ab und an machen sie Bekanntschaft mit Familien an diesem "Ende der Welt", die das karg besiedelte Gebiet bewohnen. Oft stoßen Jens und der Junge an ihre körperlichen Grenzen, ab und an ist der Tod nur einen Augenblick weit entfernt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Diese Extreme, das leere Land, und die Wetterunbilden hoch im Norden, spielen neben den Schicksalen der Charaktere die Hauptrolle in dem neuen Roman "Der Schmerz der Engel" des Isländers Jòn Kalman Stefánsson. Er ist bekannt, wie viele andere Kollegen aus der skandinavischen Autorenschaft, für die enge Verbindung von Mensch und Natur in seinen Büchern. Einmal mehr stehen sie gegenüber. Der Mensch trotzt diesen rauen Verhältnissen in einer herbschönen Landschaft und &amp;nbsp;muss jedoch immer wieder Opfer bringen, ein Kind, das erkrankt und stirbt, ein Seemann, der von der Fahrt raus aufs Meer nicht mehr wiederkehrt. Der eigentlich wortkarge Jens und der Junge sprechen immer wieder über das Leben und den Tod, die Unerbittlichkeit des Seins, ab und an widmen sie sich allerdings auch der Liebe. Der Postbote liebt eine Frau in einem anderen Ort, die nach ihren entsetzlichen Erlebnissen auf einem Gut Zuflucht gefunden hat, der Junge macht seine ersten Erfahrungen. Immer wieder zudem thematisiert: das Schreiben und die Macht von Worten. Das Buch erscheint als eine Hommage an die Sprache, an das einfache, aber bewusste Leben mit allen Sinnen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wenn einige das Buch mit Blick auf den Titel "Der Schmerz der Engel" - gemeint ist damit der Schnee als Ausdruck der Tränen - den Roman mit dem Gedanken an eine gewisse Kitschigkeit zur Seite legen, werden sehr viel verpassen. Der Isländer Stefánsson hat mit diesem Roman großartige, weil spannende und zugleich weise und sensible Literatur verfasst, die einen förmlich in das Geschehen hineinsaugt. Sein poetischer Roman, dessen Helden und ihre Erlebnisse werden so schnell nicht vergessen, obwohl man derzeit die Wärme jeder Kälte vorzieht. Aber Wärme findet sich auch in diesem "Winter"-Buch &amp;nbsp;- menschliche Wärme.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.piper-verlag.de/belletristik/buch.php?id=18103"&gt;"Der Schmerz der Engel"&lt;/a&gt; von &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/J%C3%B3n_Kalman_Stef%C3%A1nsson"&gt;Jón Kalman Stefánsson&lt;/a&gt; erschien im Piper-Verlag&amp;nbsp;aus dem Isländischen übersetzt von Karl-Ludwig Wetzig&lt;br /&gt;Originaltitel: "Harmur Englanna"&lt;br /&gt;352 Seiten, 19,99 Euro&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6450036578642063688-6089923750226445733?l=zeichenundzeiten.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://zeichenundzeiten.blogspot.com/feeds/6089923750226445733/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://zeichenundzeiten.blogspot.com/2012/02/festgefroren-jon-kalman-stefansson-der.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6450036578642063688/posts/default/6089923750226445733'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6450036578642063688/posts/default/6089923750226445733'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://zeichenundzeiten.blogspot.com/2012/02/festgefroren-jon-kalman-stefansson-der.html' title='Festgefroren - Jón Kalman Stefánsson &quot;Der Schmerz der Engel&quot;'/><author><name>Constanze Matthes</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03148585359956534492</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/-9GXVzu6qzu4/TsQhNqw5DiI/AAAAAAAAAAs/e02UXghxLpY/s220/DSC_0006_fc.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/-7vtYErgEtf4/TyrINIEKerI/AAAAAAAAAGw/WSmcEtouAVY/s72-c/Stefansson.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6450036578642063688.post-3477408879301783390</id><published>2012-01-31T20:04:00.000+01:00</published><updated>2012-02-13T20:38:32.185+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Bücher'/><title type='text'>Das, was war - Julian Barnes "Vom Ende einer Geschichte"</title><content type='html'>&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/-GVaiRaFg3yg/TygygKGBl-I/AAAAAAAAAGo/ODYhF0N6Qvc/s1600/xxxx.jpg" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" src="http://1.bp.blogspot.com/-GVaiRaFg3yg/TygygKGBl-I/AAAAAAAAAGo/ODYhF0N6Qvc/s1600/xxxx.jpg" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;blockquote class="tr_bq"&gt;&lt;blockquote class="tr_bq"&gt;&lt;blockquote class="tr_bq"&gt;"Geschichte ist die Gewissheit, die dort entsteht, wo die Unvollkommenheit der Erinnerung auf die Unzulänglichkeiten der Dokumentation trifft."&lt;/blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;Was werden wir sehen, wenn wir nach Jahrzehnten auf unser Leben schauen, auf die Jahre der Jugend, die Zeit der Blüte?&amp;nbsp; Erinnerungen sind immer Bilder, Szenen in unserem Kopf, ob nun in Schwarz-Weiß oder in Farbe, ob mit völliger Schärfe oder eher wie ein verwackeltes Foto. Werden wir auch das sehen, was geschehen war? Oder werden wir etwas ausblenden, quasi einige Szenen des Filmmaterials herausschneiden?&lt;br /&gt;Dies sind viele Fragen und zusammen bilden sie ein riesiges Thema, dem sich der Engländer Julien Barnes in seinem aktuellen Roman "Vom Ende einer Geschichte" widmet. Erzählt wird zu Beginn die Geschichte eines Viergestirns, von Alex, Colins, Adrian und Tony, alle vier sind Schüler einer Londoner Schule. Man schreibt die 60er Jahre. So genau wird der Zeitrahmen in diesem Buch nicht angegeben. Das Quartett sind enge Freunde, vor allem Adrian und Tony ein eingeschworenes Team. Beide lieben die Literatur, reden über Sex. Obwohl Tony der Zugang zu den Mädchen schwer fällt. Nach der Schulzeit werden sie in alle Winde zerstreut. Man schreibt Briefe, die jedoch immer seltener verschickt werden. Eines Tages erreicht Tony eine schockierende Nachricht - Adrian hat sich das Leben genommen.&amp;nbsp; &amp;nbsp; &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Vierzig Jahre später, die Zeiten sind moderner, digitaler, flüchtiger geworden. Tony hat eine Ehe hinter sich, das Berufsleben abgeschlossen. Ehrenamtlich engagiert er sich in einer Krankenhaus-Bibliothek. Als ihn erneut eine Botschaft erreicht, die sein Leben umkrempelt. Er soll das Tagebuch von Adrian erben, das zuvor im Besitz von Mary war, der Mutter von Veronica. Mit ihr war Tony zu Beginn seines Studiums zusammen, später wurde Adrian ihr Partner. Doch Veronica will das Tagebuch nicht herausgeben. Auch dann nicht, als Tony den Kontakt nach Jahrzehnten Funkstille zu ihr aufnimmt und er sich mehrere Male mit ihr trifft. Erst nach einiger Zeit entdeckt er das große Geheimnis, das zwischen Veronica, ihrer Mutter und Adrian bestand und was womöglich der Grund für seinen Selbstmord war. Tony muss erkennen, dass er die ganzen Jahre nichts "kapiert" hat und das seine Erinnerungen an die Jugend nahezu ein Trugschluss waren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ruhig und unaufgeregt, aber trotzdem mit einem raffiniert konstruierten Spannungsbogen hat Barnes dieses Buch geschrieben. Erzählt wird das Geschehen - sowohl die moderne Gegenwart als auch der Rückblick in die Vergangenheit - immer aus der Sicht von Tony. Nachdenklich und selbstkritisch schaut er zurück auf die Schuljahre, aus den Fluss der Jahre, die ihn geformt haben, ohne dass er sie geformt hat, er sie nahezu passiv "überstanden" hat. Und wenn die 179 Seiten eher nur leise Akzente beim Leser setzt, ausgenommen den Suizid&amp;nbsp; Adrians, so erschlagen die letzten zwei bis drei Seiten den Leser förmlich, wenn das Geheimnis gelüftet wird, das zuvor keineswegs angedeutet wurde.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Barnes Roman ist schmal, aber hat große Wirkung und dafür hat der Engländer zu Recht den renommierten Booker-Prize erhalten. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Roman "Vom Ende einer Geschichte" von&amp;nbsp;&lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Julian_Barnes"&gt;Julian Barnes&lt;/a&gt; erschien im&amp;nbsp;&lt;a href="http://www.kiwi-verlag.de/das-programm/einzeltitel/?isbn=978-3-462-04433-1"&gt;Verlag Kiepenheuer &amp;amp; Witsch&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;in der Übersetzung aus dem Englischen von Gertraude Krueger&lt;br /&gt;201 Seiten, 18.99 Euro&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6450036578642063688-3477408879301783390?l=zeichenundzeiten.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://zeichenundzeiten.blogspot.com/feeds/3477408879301783390/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://zeichenundzeiten.blogspot.com/2012/01/das-was-war-julian-barnes-vom-ende.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6450036578642063688/posts/default/3477408879301783390'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6450036578642063688/posts/default/3477408879301783390'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://zeichenundzeiten.blogspot.com/2012/01/das-was-war-julian-barnes-vom-ende.html' title='Das, was war - Julian Barnes &quot;Vom Ende einer Geschichte&quot;'/><author><name>Constanze Matthes</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03148585359956534492</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/-9GXVzu6qzu4/TsQhNqw5DiI/AAAAAAAAAAs/e02UXghxLpY/s220/DSC_0006_fc.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/-GVaiRaFg3yg/TygygKGBl-I/AAAAAAAAAGo/ODYhF0N6Qvc/s72-c/xxxx.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6450036578642063688.post-8530928908576749003</id><published>2012-01-28T15:37:00.000+01:00</published><updated>2012-02-13T20:38:54.694+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Glossen'/><title type='text'>Mit Fischallergie in Sushi-Bar?</title><content type='html'>&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/-0VpISQheTfY/TyQBgi6L09I/AAAAAAAAAGQ/I95mQY1ASzA/s1600/393054_web_R_K_B_by_Daniela+Baack_pixelio.de.jpg" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="229" src="http://1.bp.blogspot.com/-0VpISQheTfY/TyQBgi6L09I/AAAAAAAAAGQ/I95mQY1ASzA/s320/393054_web_R_K_B_by_Daniela+Baack_pixelio.de.jpg" width="320" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;Mich verwundert immer wieder, wie simpel und doch sogleich komplex der Mensch strukturiert ist, da er seinesgleichen immer wieder verblüfft mit neuen Verhaltensformen. Bestes Beispiel: der Homo televisionensis. Auch gemeinhin als systematischer Dauer-Fernsehgucker bekannt.&lt;br /&gt;Derzeit sorgt eine Sendung täglich für Schlagzeilen, selbst in anspruchsvollen Blättern. Dabei zeigen C-Prominente ihre Liebe zur exotischen Tier- und Pflanzenwelt sowie Mut zu nervenaufreibenden Wagnissen. Weil sie entweder Geld brauchen, um ihre Schulden zu bezahlen, oder sie einen höheren Promistatus erringen wollen. Bekanntheit ist bekanntlich die Währung für Menschen, die es ohne Talent nach oben geschafft haben. Da zählt jede Sendeminute und jede Familie vor der Glotze. Was das Camp wohl wirklich bringt? In den USA existieren sogenannte Boot-Camps, in denen kriminelle Jugendliche mit fragwürdigen Methoden schikaniert werden. Vielleicht sollen die Promis hier nun zu wertvollen Gliedern der Gesellschaft verwandelt werden, mit etwas mehr Bescheidenheit und Demut.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und es sind nicht einmal die wahren Fans, die so erstaunlich sind und in jeder Serienprobe mit ihrem Liebling mitfiebern und sehr genau hinschauen (womöglich mit Standbild), wie einer in eine Riesenkakalake beisst, oder sich sogar in Brehms Tierleben informieren, welche Schlange gerade getätschelt wurde. Es sind jene TV-Konsumenten bemerkenswert, die die Sendung "blöd" finden und trotzdem gucken. Das wäre ja so, als ob einer mit Fischallergie mehrmals wöchentlich in einer Sushi-Bar speist oder einer mit Heuschnupfen sich auf dem Bauernhof gut gehen lässt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Selbst ein Haushalt wie meiner ohne Fernseher kommt an der Serie nicht vorbei. Man wird regelrecht verfolgt. Vor einigen Jahren erhielt ich auf meine Bemerkung, ich habe keinen Fernseher, die Frage, ob ich bedürftig sei. Damals fiel mir leider keine wirklich gescheite Gegenantwort ein. Jenen älteren Herrn würde ich jetzt gern 24 Stunden mit den "Highlights" sowohl öffentlich-rechtlicher als auch privater Fernsehsendungen allein lassen. Er könne sich nur auswählen, ob er Gerichtsshows, Daily-Soap und Co. in Schwarz-Weiß oder in Farbe anschauen möchte. Mal sehen, ob er dann nach der zweiten Stunde schon die Segel streicht und "hier raus will".&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Foto: Daniela Baack/&lt;a href="http://www.pixelio.de/"&gt;pixelio.de&lt;/a&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6450036578642063688-8530928908576749003?l=zeichenundzeiten.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://zeichenundzeiten.blogspot.com/feeds/8530928908576749003/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://zeichenundzeiten.blogspot.com/2012/01/ich-bin-kein-promi-hort-damit-auf.html#comment-form' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6450036578642063688/posts/default/8530928908576749003'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6450036578642063688/posts/default/8530928908576749003'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://zeichenundzeiten.blogspot.com/2012/01/ich-bin-kein-promi-hort-damit-auf.html' title='Mit Fischallergie in Sushi-Bar?'/><author><name>Constanze Matthes</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03148585359956534492</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/-9GXVzu6qzu4/TsQhNqw5DiI/AAAAAAAAAAs/e02UXghxLpY/s220/DSC_0006_fc.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/-0VpISQheTfY/TyQBgi6L09I/AAAAAAAAAGQ/I95mQY1ASzA/s72-c/393054_web_R_K_B_by_Daniela+Baack_pixelio.de.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6450036578642063688.post-1943292808336976480</id><published>2012-01-25T19:51:00.000+01:00</published><updated>2012-02-13T20:39:14.279+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Bücher'/><title type='text'>Sehnsucht nach dem Meer - Zwei Gedichtbände</title><content type='html'>&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/-5eiaJBgnB-c/TyVnpoKo55I/AAAAAAAAAGg/axz_ubMpHFo/s1600/200.JPG" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="240" src="http://2.bp.blogspot.com/-5eiaJBgnB-c/TyVnpoKo55I/AAAAAAAAAGg/axz_ubMpHFo/s320/200.JPG" width="320" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;Nichts verdient den uneingeschränkten Vergleich mit der Unermesslichkeit wie das Meer. Vielleicht noch das All. Zusammen haben sie gemeinsam die Sehnsucht des Menschen nach deren Entdeckung, der Erfassung und des Versuchs, einen Mythos, der diesen beiden Räumen seit Jahrhunderten anhängt, zu erklären. Das Meer ist für die einen das perfekte Urlaubsziel, für andere spiegelt sich darin die Schönheit der Erde wider, weitere verbinden mit ihm eine unbestimmte Sehnsucht. Und mit einem Blick in die Geschichte oder aktuelle Nachrichten wird uns immer wieder bewusst, wie wenig Kraft wir als Menschen gegen das Meer setzen können, das Schiffe verschlingt oder sich in riesigen Flutwellen aufbäumen kann. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;All jene Themen rund um das Meer widmen sich hunderte Gedichte. Zwei sehr spezielle Sammlungen sind das Buch „Für die mit der Sehnsucht nach dem Meer“ – herausgegeben von Joachim Sartorius im Marebuch-Verlag – sowie der Band „Die Schönheit ein deutliches Rauschen“, der mit Ostseegedichten herausgegeben von Ron Winkler kürzlich in der Edition Wörtersee der Connewitzer Verlagsbuchhandlung erschienen ist. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ganz verschiedene Arten von Gedichten sind in beiden Veröffentlichungen zu finden. Mal beschreiben die Texte einen Ort, einen Raum, mal sind sie ein Spiegel für Gefühle und Erinnerungen, erzeugen in der Aneinanderreihung von Beschreibung, Metaphern und Vergleichen Gedankenlandschaften. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sartorius Werk versammelt die Lyrik der Neuzeit rund um das Thema Meer, und wie er sagt in einer sehr persönlichen Auswahl. So wie die einzelnen literarischen Epochen und Strömungen verschieden sind, so unterschiedlich sind auch die Herkunftsländer der Dichter. Sie reichen von Irland (Seamus Heaney), Island (Stefan Hordur Grimsson) und den USA (Robert Lowell) bis hin zu der Türkei (Oktay Rifat) und Griechenland (Giorgos Seferis). Der Moby-Dick-Schöpfer Hermann Melville ist hier ebenso vertreten wie der Philosoph Friedrich Nietzsche und der sächsische Humorist Joachim Ringelnatz.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Sammlung von Ron Winkler thematisiert vielmehr die Ostsee, die Städte an deren Küste, die Häfen, Inseln, Strände und Landschaften, herbe Schönheit. Man denkt an Urlaub, an Kindheitserinnerungen, an eine Flucht in eine Idylle, an Natürlichkeit. Knapp 50 deutsche Autoren sind in dem Band vertreten, darunter einige, die aus Mitteldeutschland stammen, wie beispielsweise Lutz Seiler, Kathrin Schmidt, Udo Grashoff, André Schinkel oder Wilhelm Bartsch. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&amp;nbsp;Zugegeben: die Lektüre von Lyrik verlangt eine andere Lesehaltung. Es gibt keinen Spannungsbogen, keine Gruppe handelnder Personen, die miteinander oder gegeneinander agieren. Das Lesen eines Gedichtes ist meist von kurzer Dauer. Doch der Wert des Lesens ist nicht in erster Linie die Unterhaltung, er liegt vielmehr in der Sprache, im Gedankenspiel, im Beschreiben, auch fern eines realen Objektes, in der Enträtselung der Vergleiche und Metaphern.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Die Schönheit ein deutliches Rauschen - Ostseegedichte", herausgegeben von Ron Winkler, erschienen in der Edition Wörtersee der&amp;nbsp;&lt;a href="http://www.cvb.de/"&gt;Connewitzer Verlagsbuchhandlung&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;155 Seiten, 15 Euro&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Für die mit der Sehnsucht nach dem Meer", Gedichte versammelt von Joachim Sartorius, erschienen im&amp;nbsp;&lt;a href="http://www.mare.de/index.php?&amp;amp;setCookie=1"&gt;Mare Verlag&lt;/a&gt;.&lt;br /&gt;160 Seiten, 18 Euro&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6450036578642063688-1943292808336976480?l=zeichenundzeiten.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://zeichenundzeiten.blogspot.com/feeds/1943292808336976480/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://zeichenundzeiten.blogspot.com/2012/01/sehnsucht-nach-dem-meer-zwei.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6450036578642063688/posts/default/1943292808336976480'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6450036578642063688/posts/default/1943292808336976480'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://zeichenundzeiten.blogspot.com/2012/01/sehnsucht-nach-dem-meer-zwei.html' title='Sehnsucht nach dem Meer - Zwei Gedichtbände'/><author><name>Constanze Matthes</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03148585359956534492</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/-9GXVzu6qzu4/TsQhNqw5DiI/AAAAAAAAAAs/e02UXghxLpY/s220/DSC_0006_fc.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/-5eiaJBgnB-c/TyVnpoKo55I/AAAAAAAAAGg/axz_ubMpHFo/s72-c/200.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6450036578642063688.post-501428188184716509</id><published>2012-01-22T17:23:00.000+01:00</published><updated>2012-02-13T20:39:30.177+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Bücher'/><title type='text'>Angst - Don DeLillo "Weißes Rauschen"</title><content type='html'>&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/-IdTCV4EAJ6o/Txwp_aL-AVI/AAAAAAAAAGI/9zav7fbzEZs/s1600/Wei%25C3%259Fes+Rauschen.jpg" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="200" src="http://1.bp.blogspot.com/-IdTCV4EAJ6o/Txwp_aL-AVI/AAAAAAAAAGI/9zav7fbzEZs/s200/Wei%25C3%259Fes+Rauschen.jpg" width="125" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;Die Kleinstadt Blacksmith im Mittleren Westen ist für Jack Gladney, Professor für Hitler-Studien am dortigen College, und seiner Frau Babette mit den vier Kindern Heinrich, Steffi, Denise und dem kleinen Wilder eine Idylle. Es ist ruhig, die Nachbarschaft überschaubar. Nichts trübt das Dasein und den typisch amerikanischen Konsum, die Freitagabende vor dem Fernseher, die Shopping-Ausflüge in die Mall, der regelmäßige Stopp am Fast-Food-Restaurant. Einzig die Rückblicke auf frühere Ehen mit Frauen, die irgendwie "geheimdienstlich" aktiv waren, ihr jetziges Leben und die Herausforderungen einer Patchwork-Familie, die die Gladneys bilden, bringen Jack zum Nachdenken. Die Gespräche mit Murray, einem Dozenten am College und einstigen Sportreporter, über das moderne Leben und die Macht der Medien, sind für den Professor die einzigen intellektuellen Herausforderungen. Wenn gleich sich Jack auch regelmäßigen Deutsch-Stunden stellt, um für eine kommende Tagung der Sprache einigermaßen mächtig zu sein.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als es jedoch zu einem Chemieunfall kommt, endet das eigentlich ruhig dahinplätschernde Leben der Familie. Sie müssen ihr Haus verlassen, die Stadt wird evakuiert. In einem extra eingerichteten Lager verbringt die Familie einige Tage, ehe sie wieder zurück in ihr Zuhause können. Doch bereits in dieser Zeit zeigen sich erste Risse in der einst so sorglosen Welt: Jack kommt mit der giftigen Substanz in Berührung, welche Wirkungen sie tätsächlich hat, ist unbekannt. Die Nachrichten und Informationen bleiben unklar, selbst Ärzte können dem Wissenschaftler keine konkrete Auskunft geben. Und nicht nur Jack befällt eine tiefe Angst vor dem Tod. Ohne sein Wissen, ganz im Verborgenen, testet Babette ein noch geheimes Medikament, das ihr die Angst vor dem Tod nehmen soll.&amp;nbsp; &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Leben wird für beide zu einem Balanceakt am Abgrund. Es sind schließlich nicht nur Risse in der einst sorglosen Fassade, die Welt ist vielmehr überzogen von einer grauen Schicht aus Angst und Traurigkeit. Nichts ist mehr sicher. In Blacksmith gehen die Simulationen und Übungen im Fall einer Katastrophe weiter und prägen das Stadtbild und das Zusammenleben. Schwere Kost also, der Roman "Weißes Rauschen" des großen amerikanischen Autors Don DeLillo, der an der Seite von Thomas Pynchon und Philip Roth zu den bekanntesten Schriftsteller der amerikanischen Gegenwartsliteratur und der Postmoderne zählt.. &lt;br /&gt;Dieses Buch, ausgezeichnet mit dem National Book Award, ist düster, aber - kaum zu glauben - immer wieder durchzogen von ironischen, komischen, ja absurden Szenen und Gedanken. DeLillo setzt Kontraste: das Leben gegen den Tod, die scheinbare Realität gegen die Kraft der Mythen und der Religion. Großartig vor allem die Dialoge zwischen Jack und Murray über die Rolle des Todes, der als Grenzstein gerade das Leben seine Kostbarkeit schenkt. Ein Teil des Buches widmet sich kritisch der Rolle der Medien: das Fernsehen als eine Form der flächendeckenden "Strahlenhypnose", die bewusste Verschleierung von Informationen oder ihre Verharmlosung - die Gesellschaft muss ja zusammengehalten werden, keine Massenhysterie darf aufkommen.&amp;nbsp; &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Erzählt wird das Geschehen dabei von Jack, der ein genauer und sensibler Beobachter ist, der sowohl klug mit seinem Kollegen philosophieren kann, als auch liebevoll mit seinen Kindern umgeht, denen DeLillo zudem eine eigene Gestalt und Persönlichkeit gegeben hat, mit ihren ganz eigenen Problemen und Sorgen. Da ist Heinrich, &amp;nbsp;der intelligente Sohn, Steffi und Denise, die immer wieder gemeinsam an der elterlichen Allmacht zweifeln, Wilder, der irgendwie in seiner eigenen Welt lebt und als Benjamin der Familie eine besondere Aufgabe erfüllt: Er ist für Jack und Babette nahezu eine Reliquie, die Kraft und Hoffnung spendet.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Weißes Rauschen" ist ein Buch, das einen lange beschäftigen wird, über die eigentliche Lektüre hinaus. Der Roman erzählt nicht nur eine besonders berührende Geschichte auf seine ganz eigene Art und entwirft ein Porträt einer außergwöhnlichen Familie. Er gibt vielmehr die Möglichkeit, hinter die Dinge zu schauen. DeLillo umschreibt nicht nur, er erfasst das große Ganze und stellt "ungemütliche" Fragen mit Blick auf die Zerbrechlichkeit unserer Welt, und sei sie noch so hochmodern und technisiert. Das kann und muss auch weh tun. Weiterer apokalyptischer Lektüre sollte man deshalb im Anschluss erst einmal fern bleiben, der Stimmung wegen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Weißes Rauschen" von &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Don_DeLillo"&gt;Don DeLillo&lt;/a&gt; erschien 1984 unter dem Originaltitel "White Noise" bei Viking Press, New York, ein Jahr später schließlich im Verlag Kiepenheuer &amp;amp; Witsch, Köln. Das Buch ist zudem im &lt;a href="http://www.randomhouse.de/goldmann/verlag.jsp"&gt;Goldmann-Verlag&lt;/a&gt; mit der Übersetzung aus dem Amerikanischen von Helga Pfetsch erschienen.&lt;br /&gt;415 Seiten, 9,95 Euro&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6450036578642063688-501428188184716509?l=zeichenundzeiten.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://zeichenundzeiten.blogspot.com/feeds/501428188184716509/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://zeichenundzeiten.blogspot.com/2012/01/angst-don-delillo-weies-rauschen.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6450036578642063688/posts/default/501428188184716509'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6450036578642063688/posts/default/501428188184716509'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://zeichenundzeiten.blogspot.com/2012/01/angst-don-delillo-weies-rauschen.html' title='Angst - Don DeLillo &quot;Weißes Rauschen&quot;'/><author><name>Constanze Matthes</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03148585359956534492</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/-9GXVzu6qzu4/TsQhNqw5DiI/AAAAAAAAAAs/e02UXghxLpY/s220/DSC_0006_fc.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/-IdTCV4EAJ6o/Txwp_aL-AVI/AAAAAAAAAGI/9zav7fbzEZs/s72-c/Wei%25C3%259Fes+Rauschen.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6450036578642063688.post-8738730714352597367</id><published>2012-01-20T19:37:00.000+01:00</published><updated>2012-02-13T20:39:43.950+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Bücher'/><title type='text'>Der Schwarze Tod in Paris - Fred Vargas "Fliehe weit und schnell"</title><content type='html'>&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/-1Nf5e5D_zVs/Txmri-_C8XI/AAAAAAAAAGA/bIWtwka_1C4/s1600/9783746621159.jpg" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="320" src="http://4.bp.blogspot.com/-1Nf5e5D_zVs/Txmri-_C8XI/AAAAAAAAAGA/bIWtwka_1C4/s320/9783746621159.jpg" width="192" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;An den Türen von Pariser Wohnungen taucht eines Tages und über Nacht ein merkwürdiges Symbol auf: eine spiegelverkehrte Vier mit merkwürdiger Gestalt. Zur gleichen Zeit erhält Joss merkwürdige Botschaften. Der Bretone und frühere Schiffskapitän verdient seine Brötchen mit dem Ausrufen von Botschaften, die am Tag und in der Nacht in seine Holzkiste geworfen werden. Ob Werbung für frisches Obst und Gemüse, ein Liebesschwur oder ein Fluch auf eine missliebige Person. Schon sein Großvater hat diese Tätigkeit ausgeübt, und Joss hat mehrere Jahrzehnte später und trotz moderner Medien Erfolg. Scharenweise strömen die Zuhörer auf einen Platz in einem Pariser Vorort. Und sie werden mehr, als die bedrohlichen Botschaften kein Ende nehmen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Kommissar Adamsberg wird schließlich mit dem rätselhaften Geschehen konfrontiert. Und er spürt, dass sich hinter den Zeichen Bedrohliches verbirgt. Mit Hilfe eines Historikers und Experten für die Zeit des Mittelalters lüftet er das Geheimnis: die Vier ist ein Talisman gegen die Pest, die Botschaften, Zitate aus historischen Schriften, kündigen hingegen das Nahen des Schwarzen Todes an. Wenig später wird die erste Leiche gefunden: ein junger Mann, der stranguliert und mit Kohle eingerieben und von Rattenflöhen gebissen wurde. Und es soll nicht der einzige Tote bleiben. Die Zeit spielt gegen Adamsberg und sein Team, denn der Mörder treibt schließlich sein Unwesen außerhalb der Hauptstadt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Roman "Fliehe weit und schnell" der französischen Krimiautorin Fred Vargas, Jahrgang 1957, findet natürlich ein positives Ende. Nach einer Reihe von Morden kann man schließlich nicht von einem guten Ende sprechen. Der Täter wird geschnappt, aber bis dahin erlebt der Leser eine wunderbare Zeit mit diesem bemerkenswerten Krimi. Wer Vargas kennt, weiß, wovon ich spreche, entwirft die Autorin und gebürtige Pariserin wieder eine Story, die sich um einen mystischen Stoff und viel Geschichte dreht, und Figuren, die sehr eigen mit all ihren Fehlern, Kanten und Macken sind, wie den Kommissar, der ein schlechtes Namensgedächtnis hat, allerdings mit seinem siebten Sinn sofort die Bedrohlichkeit der Situation noch vor dem ersten Mord erkennt. Da ist Vandoosler, der Mittelalter-Experte, der unheimlich klug ist, aber Putzen muss, um sein Geld zu verdienen, oder Decambrais, der Besitzer einer Pension und Berater in allen Lebensfragen, der ein Geheimnis mit sich trägt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Vargas erfindet so einen ganzen Kosmos merkwürdiger Gestalten, mit ihrem auf den ersten Blick sonderbaren Lebensalltag und ihrer Vergangenheit, die im Dunkeln liegt. So erscheint die Geschichte lebendig und düster zugleich, auf alle Fälle kreativ und charmant, vor allem auch dank der Idee mit der Gestalt des Ausrufers und die ebenfalls mit Spannung zu lesende Einbettung der Historie der Pest im Mittelalter und der Neuzeit. Und an Spannung fehlt es dem Roman ebenfalls nicht. Erst auf den letzten Seiten wird der überraschende Mörder enttarnt; hinter dessen Treiben eine düstere Vergangenheit und ein ebenfalls scheußliches Verbrechen steckt.Vargas baut den Spannungsfaden sukzessive auf, ohne jedoch allzu sehr den Leser auf die falsche Fährte zu bringen. Schnell wird so ein Verdächtiger von seiner Schuld wieder frei gesprochen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wer die Bücher der französischen Autorin mag, wird erneut nicht enttäuscht werden, wer als Krimi-Fan sie noch nicht kennt - na aber, für den wird es langsam Zeit. Mit ihr kann man so manch anderen Schriftsteller ruhig vergessen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Roman &amp;nbsp;&lt;a href="http://www.aufbau-verlag.de/index.php/fliehe-weit-und-schnell.html"&gt;"Fliehe weit und schnell"&lt;/a&gt; von&amp;nbsp;&lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Fred_Vargas"&gt;Fred Vargas&lt;/a&gt; erschien in der Übersetzung von Tobias Scheffel 2003 im Aufbau Verlag, 2006 auch als Taschenbuch.&lt;br /&gt;399 Seiten, 8,95 Euro&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6450036578642063688-8738730714352597367?l=zeichenundzeiten.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://zeichenundzeiten.blogspot.com/feeds/8738730714352597367/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://zeichenundzeiten.blogspot.com/2012/01/der-schwarze-tod-in-paris-fred-vargas.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6450036578642063688/posts/default/8738730714352597367'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6450036578642063688/posts/default/8738730714352597367'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://zeichenundzeiten.blogspot.com/2012/01/der-schwarze-tod-in-paris-fred-vargas.html' title='Der Schwarze Tod in Paris - Fred Vargas &quot;Fliehe weit und schnell&quot;'/><author><name>Constanze Matthes</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03148585359956534492</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/-9GXVzu6qzu4/TsQhNqw5DiI/AAAAAAAAAAs/e02UXghxLpY/s220/DSC_0006_fc.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/-1Nf5e5D_zVs/Txmri-_C8XI/AAAAAAAAAGA/bIWtwka_1C4/s72-c/9783746621159.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6450036578642063688.post-7458904991258588787</id><published>2012-01-14T12:47:00.000+01:00</published><updated>2012-02-13T20:39:59.013+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Bücher'/><title type='text'>Das Märchen eines Märchendichters - Jens Andersen: "Hans Christian Andersen"</title><content type='html'>&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/-uzokBO9zyLQ/TxFhxIbHBCI/AAAAAAAAADw/SCuXUK99EGM/s1600/Andersen.jpg" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" src="http://1.bp.blogspot.com/-uzokBO9zyLQ/TxFhxIbHBCI/AAAAAAAAADw/SCuXUK99EGM/s1600/Andersen.jpg" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;Er hat mehr als 150 Märchen geschrieben und wurde zum Nationaldichter seines Heimatlandes Dänemark. Dabei erscheint schon die Erzählung seines&amp;nbsp; Lebens wie ein klassisches Märchen mit seinem guten Ausgang.&lt;br /&gt;Als Sohn eines Schuhmachers, 1805 geboren, verlässt Hans-Christian Andersen mit gerade mal 14 Jahren seine Heimatstadt Odense auf Fünen und geht in die große Stadt Kopenhagen. Er vertraut allein seinen Talenten, seiner Begabung für das Theaterspiel und der Hingabe zur Sprache und Fantasie. Noch in den ersten Jahren als kleiner Poet und Laiendarsteller auf der Opernbühne verschrien, erringt er in den kommenden Jahren und Jahrzehnten Respekt und Anerkennung. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aufstieg Andersens und Leben des Märchendichters widmet sich die Biografie des dänischen Publizisten Jens Andersen. Das Buch hat respektable 800 Seiten. Doch nicht nur ein backsteinähnlicher Umfang ist bekanntlich Garant für eine gute Biografie.Vielmehr leistet dieses 2005 im Insel-Verlag erschienene Werk mit Blick auf seinen Inhalt Beachtliches. In zehn Kapitel berichtet Andersen über seinen großen Namensvetter, von der Ankunft in der dänischen Hauptstadt bis zum Tod 1875. Des Dichters Kindheit verpackt Andersen in einem Kapitel inmitten des Buches, in dem er über dessen Autobiografie "Meines Lebens Märchen" schreibt. Denn der Autor lässt sich von den Mythen, an denen selbst der große Schriftsteller fleißig mitwirkte, nicht umgarnen. Er schaut nicht nur auf die Daten und Ereignisse im Leben Hans-Christian Andersens, auf seine Gedichte, Romane, Dramen und Märchen. Er versucht sich auch dessen Innenleben, seinen privaten Erfahrungen und intimen Gedanken, zu nähern. Und zeigt dabei einen Mann, der zwar zu den erfolgreichsten Künstlern seiner Zeit zählte und dessen Werken bis heute in unzähligen Buchregalen weltweit Platz haben, seines Lebens aber nie eine wirklich reale und erfüllte Liebe fand, weder zu einem Mann noch zu einer Frau. Obwohl Andersen viele Freunde hatte, in Europa herumreiste, große Geister seiner Zeit wie Dickens oder Hugo traf und in den europäischen Adelshäusern ein immer gern gesehener Gast war. Doch nur wenige - Andersen war während er in anderen Ländern populär war, in Dänemark eine oftmals harschen Kritik ausgesetzt - erkannten wirklich das Schaffen des Dichters über dessen Schreiben von Märchen wie "Die Schneekönigin", "Das hässliche kleine Entlein", "Däumelinchen" oder "Die Prinzessin auf der Erbse" hinaus.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Jens Andersen hat mit diesem Einblick in ein quirliges Künstlerleben ein Meisterwerk geschaffen und wurde dafür mit mehreren Preisen geehrt. Ein umfangreicher Anhang zeigt eine fleißige Recherche, bei der neben der einschlägigen Sekundärliteratur vor allem Briefe eine besondere Rolle spielen, die gerade die kleinen, bisher unbekannten Geschichten ans Tageslicht bringen. Dabei wird das Leben des Märchendichters immer in den Kontext der damaligen Zeit, in den politischen, gesellschaftlichen und kulturellen Verhältnissen, eingebettet, so dass damit auch ein buntes und umfassendes Panorama jener Zeit entsteht. Es macht Spaß, in das Leben dieses besondere Menschen, in diese damalige Zeit einzusteigen. Zahlreiche Abbildungen wie Andersens berühmte Scherenschnitte sowie eine ganze Reihe Gemälden und Fotografien illustrieren den Band. Für Literaturfreunde und jener von Biografien über große Autoren ist dieses Werk ein Muss im Buchregal. Ob nun neben einem dicken Märchenband, wer weiß ...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Hans-Christian Andersen - eine Biografie von&amp;nbsp;&lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Jens_Andersen"&gt;Jens Andersen&lt;/a&gt; erschien im &lt;a href="http://www.suhrkamp.de/insel_verlag_22.html"&gt;Insel Verlag&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;übersetzt aus dem Dänischen von Ulrich Sonnenberg&lt;br /&gt;808 Seiten, 28 Euro&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6450036578642063688-7458904991258588787?l=zeichenundzeiten.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://zeichenundzeiten.blogspot.com/feeds/7458904991258588787/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://zeichenundzeiten.blogspot.com/2012/01/das-marchen-eines-marchendichters-jens.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6450036578642063688/posts/default/7458904991258588787'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6450036578642063688/posts/default/7458904991258588787'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://zeichenundzeiten.blogspot.com/2012/01/das-marchen-eines-marchendichters-jens.html' title='Das Märchen eines Märchendichters - Jens Andersen: &quot;Hans Christian Andersen&quot;'/><author><name>Constanze Matthes</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03148585359956534492</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/-9GXVzu6qzu4/TsQhNqw5DiI/AAAAAAAAAAs/e02UXghxLpY/s220/DSC_0006_fc.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/-uzokBO9zyLQ/TxFhxIbHBCI/AAAAAAAAADw/SCuXUK99EGM/s72-c/Andersen.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6450036578642063688.post-6236613443681328904</id><published>2012-01-11T18:47:00.000+01:00</published><updated>2012-02-13T20:40:17.021+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Glossen'/><title type='text'>Meine Insel, mein Blockhaus, mein Motorboot</title><content type='html'>&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/-a6_JmZiS9lo/Tw3GVJKny2I/AAAAAAAAADo/prFW2-oFfwE/s1600/489672_web_R_by_Benjamin+Klack_pixelio.de.jpg" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="132" src="http://1.bp.blogspot.com/-a6_JmZiS9lo/Tw3GVJKny2I/AAAAAAAAADo/prFW2-oFfwE/s200/489672_web_R_by_Benjamin+Klack_pixelio.de.jpg" width="200" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;Was mache ich nur bloß mit 279 Millionen Euro? Also, eine eigene Insel wäre nicht schlecht. Aber nicht im Pazifik, mit Palmen und daunenweichem Strand und so. Eher wohl an der nordamerikanischen Küste. Dort sollen ja auch noch ein paar frei und verkaufbar sein. Da habe ich dann Ruhe und vor allem mal wieder Winter. Nicht so wie hier. Ich lasse auf der Insel ein Blockhaus bauen. Gemeine Wölfe wird es auf der Insel nicht geben, die es mir fortpusten können. Das könnte eher ein tüchtiger Orkan bewältigen. Aber den bösen Gedanken lassen wir mal lieber. Mit 279 Millionen Euro soll es uns doch so richtig gut gehen. Ob ich mir einen Privatjet dafür leiste? Schließlich sollte man dann und wann Kontakt zur Außenwelt pflegen und zum Festland hinüberdüsen. Aber ob sich ein Pilot findet? Piloten wollen doch immer nur in den warmen Süden fliegen. Aber ich nicht. Ein Motorboot, höherer Preisklasse natürlich, wäre da eher etwas. Damit kann ich auch auf Wal-Watching-Tour gehen. Oh ja, und auf Fischfang. Obwohl, in Norwegen wollten ja vor einiger Zeit nicht mal die Lachse beißen. Aber wir üben noch. Und wie soll ich mir noch den Tag versüßen? Ich baue mir ein eigenes Kino mit riesiger Leinwand und nur einer begrenzten Anzahl an Sesseln. Diesen 3-D-Kram brauche ich allerdings nicht. Ich könnte aber auch so viel Musik herunterladen, dass die Amazon-Seite zusammenstürzt oder mir so viele Bücher per Internet bestellen, dass die Post mehrmals am Tag zu mir fliegen muss. Natürlich sollte das Porto stabil bleiben. Obwohl, bei Amazon erübrigt sich das mit dem Porto ab einem Bestellwert von 20 Euro. Super, da kann ich ja noch richtig sparen. Auch wenn ich superreich bin...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;...wie der neue Apple-Chef Tim Cook. Der hat eben jene Summe von 279 Millionen Euro (297 Millionen Dollar) eingestrichen. Zu seiner Verteidung sollte man indes erwähnen, dass er einen Großteil dieses Geldes "nur" als eine Option auf&amp;nbsp; Apple-Aktien ausgereicht bekommt und auch erst in den kommenden Jahren. Ob ich dem Herrn Cook mal meine Vorschläge maile, wie er sein Vermögen am bestens umsetzen kann. Ich sollte ihm allerdings nicht unbedingt verraten, dass ich kein einziges Produkt seiner Firma nutze. Sonst fallen womöglich meine Aktien. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Foto: Benjamin Klack/&lt;a href="http://www.pixelio.de/"&gt;pixelio.de&lt;/a&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6450036578642063688-6236613443681328904?l=zeichenundzeiten.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://zeichenundzeiten.blogspot.com/feeds/6236613443681328904/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://zeichenundzeiten.blogspot.com/2012/01/meine-insel-mein-blockhaus-mein.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6450036578642063688/posts/default/6236613443681328904'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6450036578642063688/posts/default/6236613443681328904'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://zeichenundzeiten.blogspot.com/2012/01/meine-insel-mein-blockhaus-mein.html' title='Meine Insel, mein Blockhaus, mein Motorboot'/><author><name>Constanze Matthes</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03148585359956534492</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/-9GXVzu6qzu4/TsQhNqw5DiI/AAAAAAAAAAs/e02UXghxLpY/s220/DSC_0006_fc.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/-a6_JmZiS9lo/Tw3GVJKny2I/AAAAAAAAADo/prFW2-oFfwE/s72-c/489672_web_R_by_Benjamin+Klack_pixelio.de.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6450036578642063688.post-1835943951438331962</id><published>2012-01-05T18:52:00.000+01:00</published><updated>2012-02-13T20:40:31.345+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Bücher'/><title type='text'>Ein Winter, eine Freundschaft - Peter van Gestel "Wintereis"</title><content type='html'>&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/-5jEdUh082ws/TwXYu9iELWI/AAAAAAAAADg/a2PaZDhwGZI/s1600/Wintereis.jpg" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="320" src="http://1.bp.blogspot.com/-5jEdUh082ws/TwXYu9iELWI/AAAAAAAAADg/a2PaZDhwGZI/s320/Wintereis.jpg" width="212" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;Erinnerungen an persönliche Erlebnisse, an die wir gern zurückdenken,&amp;nbsp; sind Rückblicke, meist etwas verklärt, schön gedacht und subjektiv. Schlechte Erfahrungen werden meist negiert, in uns selbst vergraben. Nicht-Erinnerungen, die auftauchen, wenn sie uns überwältigen oder andere sich für uns erinnern. "Aber Geschichten von anderen sind keine Erinnerungen", heißt es in dem Jugend-Roman "Wintereis" des Holländers Peter van Gestel, in dem eine besondere Freundschaft im Mittelpunkt steht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Thomas lebt allein mit seinem Vater in Amsterdam. Man schreibt das Jahr 1947. Es ist Winter, ein kalter zudem. Die Grachten sind zugefroren. Eisblumen zieren die Fenster. Vater&amp;nbsp; und Sohn leben in bescheidenen Verhältnissen. Ein Lebenskünstler ist der Vater, ein Schriftsteller, dessen Werke nie viele Leser erreichen. Die Mutter ist vor zwei Jahren, wenige Monate nach dem Kriegsende, an Typhus gestorben. Thomas lernt Piet Zwaan kennen, der neu in die Klasse kommt. Mit der Zeit freunden sie sich an. Während Thomas Vater für die englische Armee in Deutschland arbeitet, wohnt der Zwölfjährige bei seiner Tante Pie, später jedoch bei den Zwaans, bei Piet, dessen Cousine Bet und deren Mutter. Es entwickelt sich zwischen der Familie und dem Jungen aus einfachen Verhältnissen eine spezielle Beziehung, trotz der Standesunterschiede und Verhaltensnormen. Thomas lernt, dass Fluchen halt nicht schicklich ist, dass es sich gehört, vor dem Essen die Hände zu waschen, ab und an auch mal in die Badewanne zu steigen. Während sich zwischen Piet und Thomas eine Jungen-Freundschaft entwickelt, verliebt sich Thomas in die zwei Jahre ältere Bet. Doch beide haben ein trauriges Schicksal zu erzählen, das Thomas erst mit der Zeit erfährt, nach und nach und bruckstückhaft. Bet und Piet sind Juden, deren Vater beziehungsweise beide Eltern im KZ ermordet wurden. Piet war zudem während des Zweiten Weltkriegs untergetaucht im Haus seines Onkels. &lt;br /&gt;Als Piets Tante schwer psychisch erkrankt, verlassen die Kinder Amsterdam. Später wird auch Thomas mit seinem Vater die Grachtenstadt verlassen. Ein Brief von Piet wird ihn erreichen, als letztes Zeichen, in dem der Freund von seiner neuen, weit entfernten Heimat erzählt. &amp;nbsp; &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bücher über die Zeit des Dritten Reiches gibt es viele, wie jedoch die Jahre nach Kriegsende die Menschen beeinflusst haben, beschreiben nur wenige; vor allem nicht im Bereich der Jugendliteratur. Der 1937 in Amsterdam geborene Autor Peter van Gestel widmet sich nun einigen Monaten im Leben dreier Kinder, die vieles gemein, aber auch viele Unterschiede haben. Wie van Gestel das Kennenlernen und die spätere Freundschaft aus der Perspektive von Thomas beschreibt, ist auf vielfältige Art und Weise bemerkenswert. In dem Erzählen vermischen sich die vielen Gesichter des Jungen: Mal ist er ruppig und burschikos, mal sensibel. Auf alle Fälle jedoch schlagfertig und intelligent. In den zahlreichen lebendigen Dialogen sowohl zwischen den Kindern als auch jenen zwischen den Kindern und Erwachsenen bewegt sich van Gestel zwischen einem unterhaltsamen Humor und einer thematischen Tiefe, die nachdenklich stimmt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Während Jugendliche dieses wunderbare Buch als Roman über eine Freundschaft ansehen, werden Erwachsene vor allem ein Thema herauslesen. Alles dreht sich um Erinnerungen. Thomas erinnert sich an seine Mutter und versucht die vergrabenen Bruchstücke seiner frühesten Kindheit auszugraben. Mit fünf war er schon einmal Gast bei den Zwaans, als die Eltern von Piet noch lebten, als das Haus noch ihnen gehörte. Piet dagegen fehlen die Erinnerungen an seine Eltern. Als Sechsjähriger &amp;nbsp;sah er sie das letzte Mal. So sind die beiden Jungen auf einer Suche nach Erinnerungen. Die ältere Bet und deren Mutter dagegen wollen sich den Erinnerungen verweigern, angesichts der Unfassbarkeit der damaligen Ereignisse, die im traurigen und trostlosen Rückblick und aufgrund des immer noch latenden Judenhassen, der an einigen Stellen im Buch zu finden ist, wieder frische Wunden aufreißen. So schwebt über dieser Geschichte eine drückende Melancholie, die jedoch von der Heiterkeit und der Lebensfreude des zwölfjährigen Thomas durchbrochen wird. Der Roman zeigt sich somit janusköpfig, wie Erinnerungen nun mal auch sind.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Für &lt;a href="http://www.beltz.de/de/kinder-jugendbuch/beltz-gelberg/titel/wintereis.html"&gt;"Wintereis"&lt;/a&gt;war &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Peter_van_Gestel"&gt;Peter van Gestel&lt;/a&gt; 2009 für den &amp;nbsp;Deutschen Jugendliteraturpreis nominiert, in seinem Heimatland erhielt er drei Preise für dieses Werk. Die Zeitung "Die Zeit" und Radio Bremen zeichneten den Roman mit dem Preis "Luchs des Monats" aus. &amp;nbsp; &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Roman wurde 2008 im Verlag Beltz &amp;amp; Gelberg, in der Reihe "Gulliver" veröffentlicht, in der Übersetzung aus dem Niederländischen von Mirjam Pressler.&lt;br /&gt;336 Seiten, 8,95 Euro&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6450036578642063688-1835943951438331962?l=zeichenundzeiten.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://zeichenundzeiten.blogspot.com/feeds/1835943951438331962/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://zeichenundzeiten.blogspot.com/2012/01/erinnerungen-personliche-erlebnisse-die.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6450036578642063688/posts/default/1835943951438331962'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6450036578642063688/posts/default/1835943951438331962'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://zeichenundzeiten.blogspot.com/2012/01/erinnerungen-personliche-erlebnisse-die.html' title='Ein Winter, eine Freundschaft - Peter van Gestel &quot;Wintereis&quot;'/><author><name>Constanze Matthes</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03148585359956534492</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/-9GXVzu6qzu4/TsQhNqw5DiI/AAAAAAAAAAs/e02UXghxLpY/s220/DSC_0006_fc.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/-5jEdUh082ws/TwXYu9iELWI/AAAAAAAAADg/a2PaZDhwGZI/s72-c/Wintereis.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6450036578642063688.post-2687289597237082518</id><published>2012-01-02T19:16:00.000+01:00</published><updated>2012-02-13T20:40:44.573+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Bücher'/><title type='text'>Into the Wild - David Wroblewski "Die Geschichte des Edgar Sawtelle"</title><content type='html'>&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;/div&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/-TxmaZeLjHmo/TwHr-GNFlAI/AAAAAAAAADU/2K_ZWqCkoOs/s1600/Sawtelle.jpg" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" src="http://1.bp.blogspot.com/-TxmaZeLjHmo/TwHr-GNFlAI/AAAAAAAAADU/2K_ZWqCkoOs/s1600/Sawtelle.jpg" /&gt;&amp;nbsp;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es war über eine lange Zeit eine Idylle: die Farm der Sawtelles in Winsconsin, im Norden der USA nahe der Großen Seen. Die Familie, Trudy, Gar und ihr Sohn Edgar, lebt zurückgezogen auf dem Land. Alle drei haben ihr Leben einer großen Leidenschaft verschrieben - der Aufzucht und dem Training ihrer Hunde; ganz besonderen Tiere mit speziellen Eigenschaften. Mit der Zucht hatte Edgars Großvater begonnen, die Familie führt dieses lebendige Erbe fort, das allerdings auch ihr einziges Einkommen bildet.&lt;br /&gt;Während Gar sich den Gesetzen der Zucht und der Aufzeichnung der körperlichen Eigenschaften und Charaktereigenheiten jedes einzelnen Tieres widmet, kümmern sich Trudy und Edgar um das Training. Mit Strenge und eiserner Disziplin. Obwohl der intelligente Junge ein besonderes Handicap besitzt: Er ist seit seiner Geburt stumm und verständigt sich in einer selbst entwickelten Gebärdensprache mit seinen Eltern und den Hunden. Er ist es auch, der mit Hilfe eines Wörterbuches den Tieren ihren Namen gibt.&lt;br /&gt;Als plötzlich Gars Bruder und Edgars Onkel Claude auf der Farm auftaucht, verschwindet der Frieden. Eines Tages stirbt Gar, und Edgar glaubt nicht an einen natürlichen Tod. Er verdächtigt Claude. Als es zu einem weiteren Unfall kommt, flieht der Junge mit einigen Tieren eines Wurfes, den er in Obhut genommen hatte. Gemeinsam mit Essay, Tinder und Baboo verlässt er Hals über Kopf sein Zuhause und schlägt sich durch die Wildnis schlagen. Zurückbleiben seine Mutter und Hündin Almondine, mit der Edgar aufgewachsen ist und zu der er eine enge Beziehung hatte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Doch dies ist nicht das Ende des Romans "Die Geschichte des Edgar Sawtelle" des Amerikaners David Wroblewski, dessen Eltern selbst eine Hundezucht führten und der auf einer Farm in Wisconsin aufgewachsen ist. Die Geschichte geht weiter und das muss sich auch. Denn das Buch trägt etwas ganz Besonderes in sich. Es ist nicht nur die Story von Menschen mit ihren Hunden, es ist eine von Hunden mit ihren Menschen. Wie Wroblewksi die enge Bindung zwischen Tier und Menschen beschreibt und jedem Hund einen besonderen Charakter zuweist, ist bezaubernd. Hinzukommen eindrucksvolle Landschaftsbilder und eine Spannung, die einen an den knapp 700-Seiten-Wälzer fesselt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der große Held des Buches ist neben den Hunden der Junge Edgar. Der Autor zeichnet ihn als ein überdurchschnittlich intelligentes und sensibles Kind, das allerdings einige Härteprüfungen überstehen muss: der Tod des Vaters, später des Tierarztes der Familie und die beschwerliche Reise durch die Wildnis, bei der er Hunger und Durst leidet, von Stechmücken gepeinigt wird. Was man diesem wunderschönen Buch jedoch kritisch anrechnen muss, ist sein Hang zur Mystik. Edgar kann sich mit den Toten verständigen, und auch das Ende des Romans zeigt recht fantastische Züge und lässt den Leser dann doch recht verwundert zurück.&lt;br /&gt;Trotzdem ist und bleibt diese Geschichte eine, die jeden Tier- und Naturfreund rührt und an deren Lektüre man sich sehr gern erinnert. Der Bestseller-Status in den USA mit anderthalb Millionen verkauften Exemplaren beweist es ebenso.&amp;nbsp; &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.randomhouse.de/Taschenbuch/Die-Geschichte-des-Edgar-Sawtelle-Roman/David-Wroblewski/e363135.rhd?coverMode=Y"&gt;Die Geschichte des Edgar Sawtelle&lt;/a&gt; von &lt;a href="http://www.davidwroblewski.com/bio.html"&gt;David Wroblewski&lt;/a&gt; erschien in der Deutschen Verlags Anstalt und als Taschenbuch im btb-Verlag.&lt;br /&gt;704 Seiten, 12,99 Euro&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6450036578642063688-2687289597237082518?l=zeichenundzeiten.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://zeichenundzeiten.blogspot.com/feeds/2687289597237082518/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://zeichenundzeiten.blogspot.com/2012/01/into-wild-david-wroblewski-die.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6450036578642063688/posts/default/2687289597237082518'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6450036578642063688/posts/default/2687289597237082518'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://zeichenundzeiten.blogspot.com/2012/01/into-wild-david-wroblewski-die.html' title='Into the Wild - David Wroblewski &quot;Die Geschichte des Edgar Sawtelle&quot;'/><author><name>Constanze Matthes</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03148585359956534492</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/-9GXVzu6qzu4/TsQhNqw5DiI/AAAAAAAAAAs/e02UXghxLpY/s220/DSC_0006_fc.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/-TxmaZeLjHmo/TwHr-GNFlAI/AAAAAAAAADU/2K_ZWqCkoOs/s72-c/Sawtelle.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6450036578642063688.post-6545482195246668591</id><published>2011-12-28T19:12:00.000+01:00</published><updated>2012-02-13T20:40:58.395+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Bücher'/><title type='text'>Das Große im Kleinen - Siegfried Lenz "Die Maske"</title><content type='html'>&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/-pDIOuJAFnVI/TvtV4uDSWBI/AAAAAAAAADI/vyuXqlfy790/s1600/40098_lenz_bb_web2.jpg" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="320" src="http://4.bp.blogspot.com/-pDIOuJAFnVI/TvtV4uDSWBI/AAAAAAAAADI/vyuXqlfy790/s320/40098_lenz_bb_web2.jpg" width="213" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;In den kleinen Geschichten des Lebens verbergen sich die großen Dinge des Lebens. Eine Begegnung, ein Ereignis, mag es noch so unbedeutend sein, kann später vieles bewegen, Bedeutung geben. Eine Einstellung oder der Blick auf den Charakter einer Person kann sich wandeln. Entscheidungen werden oft schnell gefällt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eine Erzählungen ist die literarische Form per se, rasche und überraschende Veränderungen darzustellen. Sie erfordern einen guten Überblick sowohl auf das Detail als auch auf ein Gesamtbild sowie Konzentration. Ausschweifende Beschreibungen gibt es nicht. Und auch wenn der Roman die Königsklasse ist, ein Autor von guten Erzählungen ist ein wahrer Meister. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In der Meisterklasse ganz oben hat für mich Siegfried Lenz Platz genommen. In der Vergangenheit vor allem durch seine Romane, nun griff ich zu seinem neu erschienenen Erzählband "Die Maske". Ein schmales Bändchen mit etwas mehr als 120 Seiten, das Inhaltsverzeichnis ist kurz, fünf Erzählungen sind es nur. &lt;br /&gt;Sie erzählen von einem Museumswärter, der einen Überfall nutzt, gleich sein Lieblingsbild zu entwenden, von einer chinesischen Truhe, die an Land gespült, Tiermasken enthält und ein ganzes Dorf auf den Kopf stellt. Ein Geschichte erzählt von einer Ehrung eines Schiffskapitäns, eine andere von einem Schriftsteller, der wiederum mit einer Geschichte seinem verstorbenen Sohn ein Denkmal setzt. Die letzte Erzählung beschreibt das Treffen eines Journalisten mit einem Filmregisseur.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In allen fünf Texten erkennt man Lenz, seine Reduktion auf das Wesentliche, auf einfache Menschen, die trotzdem mit ihrem einfachen Leben besondere Geschichten erzählen. Und immer wieder spielt das Schreiben und das Erzählen als Rückblick eine große Rolle. Biografische Erlebnisse und Erfahrungen, wie die Zeit als Lenz als Journalist arbeitete, fließen ein. So fängt man sowohl die Vielfalt des Lebens als auch seine immergleichen Muster ein, vielleicht nur so. Lenz Sprache ist einfach, aber zugleich poetisch. Er überrascht mit seinen Wendungen und gibt mit seinen Erzählungen zugleich Zeit, innezuhalten, mit der fiktiven Geschichte als Beispiel das reale Dasein zu hinterfragen. So soll Literatur sein, ihre größte Aufgabe, für die sie jederzeit Bewunderung verdient. Auch im Fall dieses doch so schmalen Buches.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.hoffmann-und-campe.de/go/die-maske"&gt;"Die Maske"&amp;nbsp;&lt;/a&gt; von&amp;nbsp;&lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Siegfried_Lenz"&gt;Siegfried Lenz&lt;/a&gt; erschien im Verlag Hoffmann &amp;amp; Campe.&lt;br /&gt;Oktober 2011&lt;br /&gt;128 Seiten, 17,99 Euro&lt;br /&gt;&amp;nbsp; &amp;nbsp;&amp;nbsp;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6450036578642063688-6545482195246668591?l=zeichenundzeiten.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://zeichenundzeiten.blogspot.com/feeds/6545482195246668591/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://zeichenundzeiten.blogspot.com/2011/12/das-groe-im-kleinen-siegfried-lenz-die.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6450036578642063688/posts/default/6545482195246668591'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6450036578642063688/posts/default/6545482195246668591'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://zeichenundzeiten.blogspot.com/2011/12/das-groe-im-kleinen-siegfried-lenz-die.html' title='Das Große im Kleinen - Siegfried Lenz &quot;Die Maske&quot;'/><author><name>Constanze Matthes</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03148585359956534492</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/-9GXVzu6qzu4/TsQhNqw5DiI/AAAAAAAAAAs/e02UXghxLpY/s220/DSC_0006_fc.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/-pDIOuJAFnVI/TvtV4uDSWBI/AAAAAAAAADI/vyuXqlfy790/s72-c/40098_lenz_bb_web2.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6450036578642063688.post-349231369837475403</id><published>2011-12-26T20:31:00.000+01:00</published><updated>2012-02-13T20:41:14.181+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Bücher'/><title type='text'>Absturz - William Boyd "Einfache Gewitter"</title><content type='html'>&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/-uCOuUeMK_mo/Tvi-toKYVDI/AAAAAAAAAC8/F0MP_6WuTrY/s1600/boyd.jpg" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="320" src="http://1.bp.blogspot.com/-uCOuUeMK_mo/Tvi-toKYVDI/AAAAAAAAAC8/F0MP_6WuTrY/s320/boyd.jpg" width="202" /&gt;&amp;nbsp;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;In einem Restaurant in London treffen zufällig der Klimaforscher und Wolkenexperte Adam Kindred und der Immunologe Philip Wang aufeinander. Nach dem Gespräch bleiben Wangs Unterlagen zurück. Kindred will die Papiere zurückgegeben. Doch als der Klimaforscher Wang in dessen Hotel vorfindet, hat dieser ein Brotmesser in der Brust und stirbt wenig später. Für Kindred beginnt ein neues Leben und ein Wettlauf um die eigene Existenz: Er wird sowohl von der Polizei als Mordverdächtiger als auch von Wangs Mörder verfolgt, der an die Unterlagen des Immunologen herankommen will.&lt;br /&gt;Denn Kindred ahnt noch nicht, welche Brisanz in diesen steckt, als er in der Metropole untertauchen muss. Eine kleine Wildnis an der Themse in der Nähe der Chelsea Bridge wird seine erste Zuflucht. Als eine Art Robinson lebt er ohne ein Dach über dem Kopf, ohne Auskommen und regelmäßiges Essen. Da muss auch schon einmal eine Möwe als Mahlzeit erhalten. Passé sind die sorglosen, kreditkartenverwöhnten Zeiten als anerkannter Wissenschaftler. Als Kindred die Prostituierte Mhouse kennengelernt und in ihrer Wohnung in einem Slum-Viertel einzieht, scheint er vorerst Ruhe zu haben. Doch der Killer Jonjo bleibt weiterhin an dessen Fersen. Kindred muss wieder fliehen. Mit einer neuen Identität mit neuer Wohnung und einem Job als Pflegekraft in einem Klinikum schafft es Kindred, den Hintergrund der brisanten Unterlagen zu recherchieren, die ihn zu dem Pharma-Unternehmens Calenteure-Deutz und zu dessen medizinischen Tests führen. Ein neues Mittel gegen Asthma soll auf den Markt gebracht werden. Kindred erkennt einen Skandal riesigen Ausmaßes, den Grund für Wangs Tod als Calenteure-Deutz-Forscher und dreht den Spieß um: Er wird nun der Verfolger.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es braut sich nichts zusammen im Roman "Einfache Gewitter" des Briten &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/William_Boyd_(Schriftsteller)"&gt;William Boyd&lt;/a&gt;. Man wird vielmehr in ein riesiges Gewitter geworfen und verfolgt atemlos diese Geschichte, die intelligent konstruiert und auch so geschrieben wurde. Das Buch ist ein wahrer Pageturner, eines, das man so schnell nicht, wenn überhaupt aus der Hand liegt. Boyd wechselt geschickt Handlungsorte und -geschehen, baut einen massiven Spannungsbogen und setzt bemerkenswerte Kontraste. Er erzählt vom einfachen Dasein des Adam Kindred, der zurückgezogen und verwahrlost an der Themse haust, um wenig später vom Luxus verwöhnten Leben des Geschäftsführers des Pharmaunternehmens, Ingram Fryzer, zu berichten, von seinen Eskapaden mit der Familie und der Firma.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zwischen dieser atemlosen Spannung hat man dann doch mal Zeit, in der Story innezuhalten und über ihre darin enthaltene Gesellschaftskritik zu philosophieren. Was machen Pharma-Riesen, wenn die Tests unerwartete Ergebnisse zutage bringen? &amp;nbsp;In diesem Fall gehen sie über Leichen, in den Augen der Firmenchefs glänzen nur die Dollarzeichen. Sie sehen nur den eigenen Gewinn, Moral und Gewissen sind vergessene ethische Kategorien, angesichts Milliarden-Gewinne und guter Publicity. Die Familien der Opfer stellt man mit einem geringfügigen Schadenersatz ruhig. Es mutet dann schon etwas merkwürdig an, wenn Boyd in jenen Beschreibungen rund um die Pharmaindustrie und ihre großen Köpfe einen leichten ironischen, wenn nicht sogar zynischen Ton anschlägt. Es ist indes die richtige Art, weil sie offenbart, bloßstellt und kritisiert. Und das rücksichtslos. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Doch die Geschichte spielt auf ein weiteres Thema an: Wie bereits in Boyds ebenfalls fabelhaften Roman "Ruhelos" widmet sich der 1952 in Ghana geborene Autor&amp;nbsp; der Frage, wie sich ein Individuum verhält, wenn plötzlich wie aus heiterem Himmel sein Leben schwankt und es aus den Bahnen gerät. Eigentlich ein neues beginnen muss. Adam Kindred verliert viel, gewinnt jedoch am Ende. Das Ende ist nur auf den ersten Blick glücklich. Kindred kann sich nie sicher fühlen. &amp;nbsp; &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://boyd.berlinverlage.de/"&gt;"Einfache Gewitter"&lt;/a&gt; von William Boyd erschien im Berlin Verlag&lt;br /&gt;Oktober 2009, (Taschenbuch Oktober 2010)&lt;br /&gt;448 Seiten, 25 Euro &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6450036578642063688-349231369837475403?l=zeichenundzeiten.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://zeichenundzeiten.blogspot.com/feeds/349231369837475403/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://zeichenundzeiten.blogspot.com/2011/12/absturz-william-boyd-einfache-gewitter.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6450036578642063688/posts/default/349231369837475403'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6450036578642063688/posts/default/349231369837475403'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://zeichenundzeiten.blogspot.com/2011/12/absturz-william-boyd-einfache-gewitter.html' title='Absturz - William Boyd &quot;Einfache Gewitter&quot;'/><author><name>Constanze Matthes</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03148585359956534492</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/-9GXVzu6qzu4/TsQhNqw5DiI/AAAAAAAAAAs/e02UXghxLpY/s220/DSC_0006_fc.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/-uCOuUeMK_mo/Tvi-toKYVDI/AAAAAAAAAC8/F0MP_6WuTrY/s72-c/boyd.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6450036578642063688.post-5675462438555868844</id><published>2011-12-18T20:51:00.000+01:00</published><updated>2012-02-13T20:41:30.410+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Bücher'/><title type='text'>Selbstbehauptung - Angelika Klüssendorf "Das Mädchen"</title><content type='html'>&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/-yxg2KKckyCg/Tu47pe_ZOLI/AAAAAAAAACw/L9Yjv9s4sxY/s1600/m%25C3%25A4dchen.jpg" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" src="http://1.bp.blogspot.com/-yxg2KKckyCg/Tu47pe_ZOLI/AAAAAAAAACw/L9Yjv9s4sxY/s1600/m%25C3%25A4dchen.jpg" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;Sie ist zwölf und sie kennt bereits die dunklen Schatten des Lebens. Ihre Mutter lässt sie und ihren kleinen Bruder Alex tagelang allein, die Mutter schlägt zu, wenn es ihr gerade mal passt, sie pöbelt die Kinder an, beschimpft sie im unflätigen Ton, zwingt sie zum Putzen. Der Vater taucht nur unregelmäßig in der Wohnung auf. Sie muss dann Bier holen für den feuchtfröhlichen Abend der Eltern, der im Suff endet. Das Mädchen erlebt, wie die Mutter mit einer Stricknadel eine Fehlgeburt erzwingen will, wie sie Männer anschleppt, die sie auf der Arbeit in der Mitropa kennengelernt hat. Es ist die Zeit der DDR, als Händler noch die Milch bringen, das Lied "Der Tag als Conny Kramer starb" im Radio läuft.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Liest man die ersten Seiten des neuen Romans "Das Mädchen" von Angelika Klüssendorf stockt einem der Atem. Es tauchen Erinnerungen auf an jene Kinder, die in den vergangenen Jahren für Schlagzeilen sorgten, weil sie zu Tode geprügelt worden und verhungert sind. Nie war Hilfe in Sicht, und es waren reale Schicksale. Im Fall des Mädchens entwirft die Autorin indes eine Person, die sich selbst hilft und sich immer wieder auf die Beine stellt, egal, wie tief sie gesunken ist, wie oft sie die unberechenbare Brutalität der eigenen Mutter spüren muss. Selbst die schäbigsten Plätze werden für das Mädchen zu einer Idylle: Im Kohlenkeller, in den sie eingesperrt wird, liest sie Brehms Tierleben und die Krimigeschichten ihres Vaters, in einem verwahrlosten Garten macht sie die Bekanntschaft mit einem Hund. Elvira aus einer armen Familie ist ihre engste Freundin. Das Mädchen läuft oft davon, irrt herum.&lt;br /&gt;Nach einer Zeit bei dem Vater, der mit einer neuen Frau eine neue Existenz an der Ostsee aufbauen will, kommt das Mädchen in ein Kinderheim, das Abseits liegt. Hier behauptet sie sich, wenn auch mit teilweise unmoralischen Verhalten, Sie klaut und schlägt auch mal zu. Die gewaltreiche Kindheit hinterlässt ihre Spuren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Doch neben diesen entsetzlichen, eindrücklich beschriebenen Szenen setzt Angelika Klüssendorf, 1958 in Ahrensburg geboren und Autorin von Erzählungen, einen besonderen Kontrast: Humor, den man in dieser Geschichte eigentlich am wenigsten erwartet hätte. Doch er wirkt nicht fehlplatziert. Im Gegenteil. Nur so zeigt sich die innere Kraft, der Willen und diese hartnäckige Lebensfreude des Mädchens, sich weder von ihren Eltern noch von fiesen Typen im Heim unterkriegen zu lassen. Sie erntet Respekt und geht ihren Weg, dessen Steine sie nicht umgeht, die sie vielmehr prägen. Sie weiß: Sie kann sich nur auf sich selbst verlassen. Jede Vorfreude auf ein Happy End mit ihrer Mutter wird getrübt mit jeder weiteren Enttäuschung, das ist ihre größte Erkenntnis.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Roman schmerzt, doch nur so hinterlässt großartige Literatur ihre Spuren. Man sollte mitfühlen und mitleiden. Mit dem Mädchen, dessen Kindheit und Jugend der Leser verfolgt, schuf Angelika Klüssendorf eine Heldin, die man so schnell nicht aus dem Kopf und vor allem nicht aus den Herz bekommt. Trotz ihrer Fehler, ihrer negativen Eigenheiten. Wenn man schließlich das Buch nach etwas mehr als 180 Seiten und nach vier Lebensjahren des Mädchens zuklappt, fühlt man vieles: Wut über die Gewalt, Respekt vor der Kraft des Mädchen und eine gewisse Traurigkeit, da solche Schicksale nicht nur Fiktion sind. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.kiwi-verlag.de/das-programm/einzeltitel/?isbn=978-3-462-04284-9"&gt;Das Mädchen&lt;/a&gt; von &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Angelika_Kl%C3%BCssendorf"&gt;Angelika Klüssendorf&lt;/a&gt; erschien im Verlag Kiepenheuer &amp;amp; Witsch.&lt;br /&gt;August 2011&lt;br /&gt;192 Seiten, 18,99 Euro&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6450036578642063688-5675462438555868844?l=zeichenundzeiten.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://zeichenundzeiten.blogspot.com/feeds/5675462438555868844/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://zeichenundzeiten.blogspot.com/2011/12/selbstbehauptung-angelika-klussendorf.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6450036578642063688/posts/default/5675462438555868844'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6450036578642063688/posts/default/5675462438555868844'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://zeichenundzeiten.blogspot.com/2011/12/selbstbehauptung-angelika-klussendorf.html' title='Selbstbehauptung - Angelika Klüssendorf &quot;Das Mädchen&quot;'/><author><name>Constanze Matthes</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03148585359956534492</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/-9GXVzu6qzu4/TsQhNqw5DiI/AAAAAAAAAAs/e02UXghxLpY/s220/DSC_0006_fc.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/-yxg2KKckyCg/Tu47pe_ZOLI/AAAAAAAAACw/L9Yjv9s4sxY/s72-c/m%25C3%25A4dchen.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6450036578642063688.post-5554011825289676593</id><published>2011-12-17T15:32:00.000+01:00</published><updated>2012-02-13T20:41:45.138+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Bücher'/><title type='text'>Jans Jugend - Thomas Lang "Bodenlos"</title><content type='html'>&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/-wkIGYS-IHnw/Tuyd2P2sToI/AAAAAAAAACo/fj3eP-56O3I/s1600/Bodenklos.jpg" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="320" src="http://2.bp.blogspot.com/-wkIGYS-IHnw/Tuyd2P2sToI/AAAAAAAAACo/fj3eP-56O3I/s320/Bodenklos.jpg" width="198" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;Füchten ist nicht unbedingt der geeignete Ort, eine aufregende Jugend zu verbringen. Hier leben gerade einmal ein paar Tausend Einwohner, ganz in der Nähe einer Raketenbasis der Nato. Es sind die 80er Jahre, die Zeit, als Privatfernsehen oder Teletext für Diskussionen sorgt, die Musik der Neuen Deutschen Welle oder eines David Bowie auf Langspielplatten in kleinen Elektroläden zu kaufen gibt. Wenn man Glück hat. Die Jugend sträubt sich mit Protesten gegen die Aufrüstung und die biedere Elterngeneration. Dann und wann wird im Eifer &amp;nbsp;der eigenen inneren Wut und Unzufriedenheit der Lack einer "fetten" Limousine zerkratzt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der 18-jährige Jan schottet sich nahezu vom Rest der Welt ab. Er lebt in seiner eigenen - nur zu seiner Schwester An, den fünf Hunden der Familie und seinem Freund Torsten hat er Zugang. Seinen Eltern geht er eher aus dem Weg und vergräbt sich in Büchern und seinen eigenen Texten. Und kurz vor dem Abitur stehend, weiß er auch noch nicht, wohin es ihn führen soll. Doch der Gedanke an die Zukunft tritt in den Hintergrund, als eine Tragödie nach der anderen über Jan und seine Mitschüler hinwegfegen. Ein Mitschüler und Bandmitglied stirbt bei einem Autounfall, auch der zweite ältere Bruder von Torsten begeht Selbstmord und dann geschieht direkt für Jan das Unfassbare. Seine Schwester An wird ebenfalls während eines Verkehrsunfalls getötet. Der Boden unter den Füßen von Jan Bodenlos schwankt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Thomas Langs Roman "Bodenlos" - der Titel sicherlich sowohl mit Blick auf den Helden als auch auf dessen Situation treffend gewählt - erzählt eine Geschichte, die viele Themen und den Leser berühren. Neben der Beschreibung einer Jugend in einer westdeutschen Kleinstadt in den 80er Jahren, den Schwierigkeiten des Erwachsenenwerdens und mit der ersten Liebe beschreibt Lang, Jahrgang 1967 und Bachmann-Preisträger für einen Auszug aus seinen Roman "Am Seil", die Gedankenwelt eines nachdenklichen, melancholischen Jugendlichen. Noch am Anfang mit einer herrlichen Freibad-Szene die Geschichte eröffnend, verliert sich mit jedem Kapitel die Lebenslust, Leichtigkeit und Unbeschwertheit. Jan wohnt eine gewisse Todessehnsucht inne, die auch &amp;nbsp;Kiku, Tochter eines Japaners und einer Deutschen, nicht vertreiben kann, zu der Jan tiefe Gefühle empfindet. Als sie schließlich mit ihrer Mutter nach London zieht, bleibt Jan in Füchten zurück, wird der Kontakt nur über einige unregelmäßige Briefe aufrecht erhalten. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sicherlich ist diese Ernsthaftigkeit des Buches, die zahlreichen schmerzhaften Geschehnisse und die Richtungslosigkeit seines Helden nicht unbedingt ein Grund, dieses Buch sofort mit Freude in die Hand zu nehmen.Das gewöhnungsbedürftige Coverbild lädt auch nicht dazu ein. Wer indes Entwicklungsromane und literarische Zeitporträts mag, wird diesen poetisch geschriebenen Roman regelrecht verschlingen, von ihm gefangen sein. Denn er enthält innerhalb der Handlung intelligente eingewobene Voraus- und Rückblicke sowie Szenen, die viel Liebe zum Detail und zur Ausgestaltung einer besonderen Stimmung verraten. An die Charaktere wird man lange denken müssen - ein gutes Zeichen, wie plastisch und lebendig sie gestaltet wurden und sie sich deshalb in Herz und Kopf eingegraben haben. Am Ende bleibt in einem eine Melancholie und Nachdenklichkeit zurück und die Frage, warum die Jugend sich immer so allein fühlen muss, vor allem warum die Generationen aneinandervorbeileben.&amp;nbsp; &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.chbeck.de/productview.aspx?product=27754"&gt;Bodenlos&lt;/a&gt; von &lt;a href="http://www.thomaslang.net/"&gt;Thomas Lang&lt;/a&gt; erschien im vergangenen Jahr im Verlag C.H. Beck&lt;br /&gt;416 Seiten, 21,95 Euro&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6450036578642063688-5554011825289676593?l=zeichenundzeiten.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://zeichenundzeiten.blogspot.com/feeds/5554011825289676593/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://zeichenundzeiten.blogspot.com/2011/12/jans-jugend-thomas-lang-bodenlos.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6450036578642063688/posts/default/5554011825289676593'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6450036578642063688/posts/default/5554011825289676593'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://zeichenundzeiten.blogspot.com/2011/12/jans-jugend-thomas-lang-bodenlos.html' title='Jans Jugend - Thomas Lang &quot;Bodenlos&quot;'/><author><name>Constanze Matthes</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03148585359956534492</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/-9GXVzu6qzu4/TsQhNqw5DiI/AAAAAAAAAAs/e02UXghxLpY/s220/DSC_0006_fc.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/-wkIGYS-IHnw/Tuyd2P2sToI/AAAAAAAAACo/fj3eP-56O3I/s72-c/Bodenklos.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6450036578642063688.post-1269651098549764861</id><published>2011-12-11T17:09:00.000+01:00</published><updated>2012-02-13T20:41:57.787+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Bücher'/><title type='text'>Leben nach dem Ende - Denis Johnson "Fiskadoro"</title><content type='html'>&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/-V4bh_s1MOPk/TuTLr8azVZI/AAAAAAAAACg/PGPnFh8Imuk/s1600/Johnson.jpg" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="320" src="http://3.bp.blogspot.com/-V4bh_s1MOPk/TuTLr8azVZI/AAAAAAAAACg/PGPnFh8Imuk/s320/Johnson.jpg" width="192" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Die Erde war zu Staub geworden, die moderne Zivilisation bis auf kümmerliche Reste hinweggefegt. Wenige Jahre nach einem verheerenden Atomkrieg lernt Mr. Cheung, der frühere Manager des Miami Sinfonieorchesters, den Fischersohn Fiskadoro kennen und bringt ihm das Klarinetten-Spielen bei. Mehr recht als schlecht. Es gibt Wichtigeres als die Kunst und Musikunterricht - &amp;nbsp;in jenem künftigen Florida, das zerstört ist von einer Atombombe. Eine weitere war damals nicht detoniert und liegt als warnendes Denkmal noch immer sichtbar nahe des Strandes. Der zweifache Schlag verleiht nun der ehemalige Stadt Key West einen neuen Namen: Twicetown. Hier ist das Leben auf das Notwendigste reduziert, leben die Menschen in Trümmern. Schnellstraßen sind zerstört, es fahren keine Autos. Strom gibt es nicht mehr. Man lebt von Tauschgeschäften. Es ist die Zeit der Prophezeihungen, Religionen sowie neuer Glaubensgemeinschaften und Lebensformen wie die Israeliten und eben die Fischer, die mit ihren Familie auf einem verlassenen Army-Stützpunkt in ihren Hütten hausen.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Eines Tages verschwindet der zwölfjährige Junge, nachdem sein Vater nicht mehr von einem Fang zurückgekommen ist. Fiskadoro landet bei den Sumpfmenschen, die zurückgezogen ihre archaische Kultur pflegen. Der dortige Aufenthalt verändert den Jungen, der verletzt und von seinen Erinnerungen beraubt jedoch wieder zu seiner Familie zurückkehrt. &amp;nbsp; &amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Der junge Held gibt den Roman des amerikanischen Autors Denis Johnson seinen Namen. Sein Zukunftsszenario nach der Atomkatastrophe ist düster und voller bizarrer Szenen und Dialoge. Er ist deshalb kein Lesestoff für einen erholsamen Strandurlaub, es sei denn, man will sich anspruchsvoller Literatur widmen. Johnson, 1949 in München als Sohn eines amerikanischen Offiziers geboren, zählt zu den bekanntesten amerikanischen Autoren der Gegenwartsliteratur. &amp;nbsp;Für seinen 2007 erschienenen Roman "Tree of Smoke" ("Ein gerader Rauch") über den Vietnamkrieg erhielt er den renommierten National Book Award. Und auch in seinem 1985 veröffentlichten Werk "Fiskadoro" geht der Leser durch die Hölle. Bücher über die Apokalypse sind bekanntlich keine schlichte Unterhaltungslektüre. Man muss sich einlassen auf vom Elend gezeichnete Gestalten, auf eine Zeit fern ab von denkbaren heutigen gesellschaftlichen Maßstäben und auf grausame Szenen: So werden auf dem Gelände eines Hotels Hunde und Ziegen getötet, sieht Fiskadoro auf seiner Heimreise Verstorbene, die von der Katastrophe überrascht wurden und noch immer in ihren Fahrzeugen sitzen. Nach der Verstrahlung tauchen zudem bei Mensch und Tier Mutationen auf.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Der Roman ist mit seinen 255 Seiten zwar von dünnem Umfang, ohne allerdings damit an Wirkung zu verlieren. Dem Autor bleibt sogar genügend Raum, in den Schilderungen geschickt einen Zeitsprung einzubauen:&amp;nbsp; Erzählt wird die Geschichte von Cheungs Großmutter, die während des Vietnamkrieges aus dem Land geflohen war, nach einem Helikopterabsturz nach 22 Stunden aus dem Pazifik gefischt wurde. Während sie die betagte Zeitzeugin ist, erscheint Cheung als Denker, der das Vor und Danach der Katastrophe reflektiert und damit auch das Gewissen einer Generation bildet, die vom Thron einer modernen Gesellschaft in den Abgrund gestoßen wurde und nicht das Leben, sondern das Überleben erlernen müssen.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;a href="http://www.rowohlt.de/buch/Denis_Johnson_Fiskadoro.136063.html"&gt;Fiskadoro&lt;/a&gt; von &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Denis_Johnson"&gt;Denis Johnson&lt;/a&gt; erschien im 2005 im Rowohlt-Tachenbuchverlag&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;in der Übersetzung von Ute Spengler und Bettina Abarbanell (Durchsicht)&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;244 Seiten, 8.90 Euro&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6450036578642063688-1269651098549764861?l=zeichenundzeiten.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://zeichenundzeiten.blogspot.com/feeds/1269651098549764861/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://zeichenundzeiten.blogspot.com/2011/12/leben-nach-dem-ende-denis-johnson.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6450036578642063688/posts/default/1269651098549764861'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6450036578642063688/posts/default/1269651098549764861'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://zeichenundzeiten.blogspot.com/2011/12/leben-nach-dem-ende-denis-johnson.html' title='Leben nach dem Ende - Denis Johnson &quot;Fiskadoro&quot;'/><author><name>Constanze Matthes</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03148585359956534492</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/-9GXVzu6qzu4/TsQhNqw5DiI/AAAAAAAAAAs/e02UXghxLpY/s220/DSC_0006_fc.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/-V4bh_s1MOPk/TuTLr8azVZI/AAAAAAAAACg/PGPnFh8Imuk/s72-c/Johnson.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6450036578642063688.post-3633530388215488745</id><published>2011-12-08T10:04:00.000+01:00</published><updated>2012-02-13T20:42:12.378+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Glossen'/><title type='text'>Müllbehälter mit literarischem Namen</title><content type='html'>&lt;span style="font-family: &amp;quot;ARIAL&amp;quot;, &amp;quot;HELVETICA&amp;quot;;"&gt;Recht anspruchsvoll geht es auf dem Naumburger Weihnachtsmarkt zu. "Professor Unrat" steht auf den Deckeln der stinknormalen Müllbehälter. Wie wohl der große Heinrich Mann auf die Nutzung des Titels seines bekannten Werkes reagieren würde? Womöglich würde er auch anderweitig wohl klingendere, weil literarische Namen vergeben. Ein Straßenmusikant sorgt für die "Dreigroschenoper" (Bertolt Brecht). So manche Behörde erscheint kafkaesk wie das "Schloss", ein nicht funktionierender und daraufhin von Fäusten traktierter Parkscheinautomat in Naumburg dagegen als "Blechtrommel" (Günter Grass). Das wirre Treiben auf den Kirschfestwiesen erweist sich als "Jahrmarkt der Eitelkeiten" (William Makepeace Thackeray), ein untalentierter und für einen Wasserschaden sorgender Klempner-Azubi dafür als "Zauberlehrling" (Johann Wolfgang Goethe). Und was wäre ein unfähiger Lokalpolitiker? "Der Mann ohne Eigenschaften" (Robert Musil).&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6450036578642063688-3633530388215488745?l=zeichenundzeiten.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://zeichenundzeiten.blogspot.com/feeds/3633530388215488745/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://zeichenundzeiten.blogspot.com/2011/12/mullbehalter-mit-literarischem-namen.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6450036578642063688/posts/default/3633530388215488745'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6450036578642063688/posts/default/3633530388215488745'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://zeichenundzeiten.blogspot.com/2011/12/mullbehalter-mit-literarischem-namen.html' title='Müllbehälter mit literarischem Namen'/><author><name>Constanze Matthes</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03148585359956534492</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/-9GXVzu6qzu4/TsQhNqw5DiI/AAAAAAAAAAs/e02UXghxLpY/s220/DSC_0006_fc.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6450036578642063688.post-4525334466155506812</id><published>2011-12-06T20:07:00.000+01:00</published><updated>2012-02-13T20:42:28.298+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Bücher'/><title type='text'>Der weiße Planet - Jørn Riel "Das Haus meiner Väter"</title><content type='html'>&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/-d27jFGyEv-A/Tt5emNjpYKI/AAAAAAAAACQ/MKvjkGE58Jo/s1600/Riel.jpg" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="320" src="http://4.bp.blogspot.com/-d27jFGyEv-A/Tt5emNjpYKI/AAAAAAAAACQ/MKvjkGE58Jo/s320/Riel.jpg" width="209" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;Der weiße Planet: eine von Eis und Schnee überzogene Landschaft, Monate der Dunkelheit wechseln sich mit Wochen im Schein der Mitternachtssonne ab. Nur die am besten Angepasstesten, ob Tier oder Mensch, überleben im rauen Klima der Arktis oder Antarktis. Doch trotz der unwirtlichen Verhältnisse - die Gegend rund um Nord- und Südpol zieht sowohl Entdecker als auch Naturfreunde magisch an.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Däne Jørn Riel, Jahrgang 1931, landete als 18-Jähriger mit einer Expedition im Osten Grönlands, und er blieb. Er wurde mit den schwierigen Lebensverhältnissen vertraut, lernte die Ureinwohner, deren Sprache und ihr Talent zum Geschichten erzählen kennen. Und dieser besonderen Eigenschaft widmete sich der Skandinavier immer wieder in seinen Büchern, auch in seinem Roman "Das Haus meiner Väter".&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der kleine Agorajaq wächst in einem Haus auf der arktischen Baffin-Insel am Fuße des Berges Miss Molly auf. Er stammt von einer Inuitfrau ab, wer sein richtiger Vater ist, das weiß er nicht. Fünf Männer, Pete, Jeobald, Sam, Gill und Small Johnson, kümmern sich um ihn samt der alten Inuit-Frau Aviaja. Ihre Tage vergehen mit der Jagd, den Fahrten zu den ausgelegten Fallen mit den Hundeschlitten oder Besuchen bei den Nachbarn, die meist eine Tagesreise entfernt wohnen. Die Gegend ist bis auf die nahe gelegene Stadt Ukusik karg und wenig besiedelt. Wenn man zusammenkommt, erzählt man sich die neuesten Erlebnisse oder erinnert sich an längst vergangene Geschehnisse. Mit 14 Jahren wird Aro nach Europa geschickt, nach gut einem Jahr kehrt er jedoch wieder in den Norden zurück, weil seine Schule ihn vor die Tür setzt. Er hatte Schwäne im Londoner Park gejagt und über einem Lagerfeuer gebraten. Nach der Rückkehr geht er in die "Lehre" und wird Jäger und Fallensteller. &lt;br /&gt;Riel versammelt in seinem Buch nicht nur wunderliche Geschichten, stets mit einer besonderen Prise Humor gewürzt. Kauzige Personen sind in seinem Roman zu finden. So treffen der angesehene Händler Mr. Pickerin, der die Stadt Ukusik von Alkohol und Religion fern halten will, auf den Missionar Vater Brian, der in der Stadt ein aufblasbarenen Tempel errichtet. Small Johnson kann nicht die Finger vom Schnaps lassen und lässt das künftige Haus Agos in die Luft fliegen. Onkel Sam ist Anthropologe und findet rund um das Zuhause der Großfamilie riesige Bleivorkommen, ohne das dies die Öffentlichkeit erfährt.&lt;br /&gt;Viele Geschichten erzählt dieser Roman, einen roten Faden muss der Leser mit Hilfe der zahlreichen Episoden aus dem Leben der Personen selbst zusammenknüpfen. Doch neben dieser wunderbaren, humorvollen und mit Liebe zu den einzelnen Charakteren gezeichneten Erzählweise erfährt der Leser viel über die einzigartige Natur und das Dasein im hohen Norden, das einfach ist, aber große Herausforderungen tagtäglich an die Bewohner bereit hält. Riel erzählt mit viel Respekt von ihren Fähigkeiten. Und immer wieder finden sich Vergleiche zwischen den Kulturen. Dies harte Leben in der Arktis wird dem Fortschritt in Europa und Amerika entgegengesetzt. Einen "Gewinner" gibt es indes nicht, denn jede hat ihre Vor- und Nachteile je nach (Welt)Sicht des Betrachters.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wer fasziniert ist von der Welt des weißen Planeten, wird dieses Buch lieben und es mit Freude lesen, wer jedoch mit dem kalten Land noch kaum Berührungen erlebte, wird so manche Geschichte befremdlich finden. Aber jede fremde Kultur sollte die Chance erhalten, dass man sie kennenlernt und für ihre Einzigartigkeit Respekt empfindet.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.unionsverlag.com/info/title.asp?title_id=2453"&gt;Das Haus meiner Väter &lt;/a&gt;von &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/J%C3%B6rn_Riel"&gt;Jørn Riel&lt;/a&gt; erschien im Unionsverlag&lt;br /&gt;aus dem Dänischen von Friedrich Waschnitius&lt;br /&gt;Februar 2008 (Taschenbuch)&lt;br /&gt;384 Seiten, 10,90 Euro&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6450036578642063688-4525334466155506812?l=zeichenundzeiten.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://zeichenundzeiten.blogspot.com/feeds/4525334466155506812/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://zeichenundzeiten.blogspot.com/2011/12/der-weie-planet-jrn-riel-das-haus.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6450036578642063688/posts/default/4525334466155506812'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6450036578642063688/posts/default/4525334466155506812'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://zeichenundzeiten.blogspot.com/2011/12/der-weie-planet-jrn-riel-das-haus.html' title='Der weiße Planet - Jørn Riel &quot;Das Haus meiner Väter&quot;'/><author><name>Constanze Matthes</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03148585359956534492</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/-9GXVzu6qzu4/TsQhNqw5DiI/AAAAAAAAAAs/e02UXghxLpY/s220/DSC_0006_fc.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/-d27jFGyEv-A/Tt5emNjpYKI/AAAAAAAAACQ/MKvjkGE58Jo/s72-c/Riel.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6450036578642063688.post-996571096246466933</id><published>2011-12-03T16:19:00.000+01:00</published><updated>2012-02-13T20:42:43.713+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Bücher'/><title type='text'>Religion, Regeln und Ruhe - Klosterlandschaft Sachsen-Anhalts</title><content type='html'>&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/-C4UJ4CJQ6sQ/TtmxBptrtbI/AAAAAAAAACI/fg2MA3MjgNk/s1600/Matthes.JPG" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="200" src="http://3.bp.blogspot.com/-C4UJ4CJQ6sQ/TtmxBptrtbI/AAAAAAAAACI/fg2MA3MjgNk/s200/Matthes.JPG" width="131" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;ARIAL&amp;quot;, &amp;quot;HELVETICA&amp;quot;;"&gt;In der modernen Zeit sind sie Ruhepole geworden, Ziele so manch gestresster Seele. In die historischen Mauern eines Klosters und in einen noch bestehenden Ordensalltag kehren Menschen ein, um für Tage oder Wochen der Hektik zu entfliehen. Doch über einen Erholungsurlaub und als Ausflugsziel hinaus haben diese Stätten eine besondere Bedeutung, und das seit Jahrhunderten. Sie waren Orte intensiven religiösen Lebens. Einige sind es noch immer. Zudem sind sie mit ihren eindrucksvollen Bauten architektonische Schätze einer Kulturlandschaft - auch jene in Sachsen-Anhalt, das reich ist an Klöstern.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;ARIAL&amp;quot;, &amp;quot;HELVETICA&amp;quot;;"&gt;&amp;nbsp;&lt;/span&gt;Klosterlandschaft Sachsen-Anhalt heißt ein Band, der in der Reihe Kulturreisen Sachsen-Anhalt im Verlag Janos Stekovics neu erschienen ist. 50 dieser religiösen Stätten in 43 Orten des Bundeslandes &amp;nbsp; widmet sich das 256-seitige&amp;nbsp; Buch. Aus dem Burgenlandkreis sind mit&amp;nbsp; Memleben, Schulpforte, Weißenfels, Zeitz und Posa fünf &amp;nbsp; Klöster vertreten. Es gibt nicht nur umfassende Informationen über&amp;nbsp; die einzelnen Klöster mit Angaben zu den Öffnungszeiten,&amp;nbsp; der Anreise und touristischen Angeboten sowie&amp;nbsp; zur Historie und dem Erhaltungszustand der Gebäude. &amp;nbsp; Der Leser erhält vor allem einen Überblick über die&amp;nbsp; zwischen Elbe und Saale ansässig gewesenen Ordensgemeinschaften,&amp;nbsp; ihre geschichtliche und kulturelle Bedeutung. Sogenannte Denkanstöße fordern zur Auseinandersetzung mit dem Thema Religion auf. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In einem Vorwort&amp;nbsp; zum Band schreiben&amp;nbsp; Harald Schwillus, Professor am Institut für Katholische Theologie und ihre Didaktik an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, und Herausgeber Christian Antz über die Entstehung, das Wirken und die Regeln der verschiedenen Ordensgemeinschaften. In einem Geleitwort ermuntert Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff zudem, die Klosterlandschaft mehr in das Bewusstsein zu rücken - eine Aufgabe, die der Band sich stellt. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Er ist mit seinen zahlreichen Abbildungen wie Fotos, Grundrissen und Lageplänen sowohl eine spannende und anschauliche Geschichtsstunde als auch eine Einladung, die Klöster Sachsen-Anhalts zu entdecken und damit ein bedeutsames kulturelles Erbe zu erleben. Ob nun nach und nach diszipliniert der alphabetischen Ordnung des Buches folgend oder nach der Devise die hiesigen zuerst - auf jeden Fall eignet sich das mit viel Detailfreude und Aufwand gestaltete Werk in seiner kompakten wie handlichen Form als Reiseführer.&amp;nbsp; Und sicherlich auch als besonderes Weihnachtsgeschenk: für Freunde der Geschichte, Architektur und Religion, oder aber auch für jene, die&amp;nbsp; in einem Kloster Erholung suchen und ihren Besuch in einer eindrucksvollen historischen Atmosphäre einfach (nur) genießen.&amp;nbsp; &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://steko.net/"&gt;Klosterlandschaft Sachsen-Anhalt&lt;/a&gt; erschien im Verlag Janos Stekovics&lt;br /&gt;256 Seiten, 18,90 Euro&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6450036578642063688-996571096246466933?l=zeichenundzeiten.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://zeichenundzeiten.blogspot.com/feeds/996571096246466933/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://zeichenundzeiten.blogspot.com/2011/12/religion-regeln-und-ruhe.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6450036578642063688/posts/default/996571096246466933'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6450036578642063688/posts/default/996571096246466933'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://zeichenundzeiten.blogspot.com/2011/12/religion-regeln-und-ruhe.html' title='Religion, Regeln und Ruhe - Klosterlandschaft Sachsen-Anhalts'/><author><name>Constanze Matthes</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03148585359956534492</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/-9GXVzu6qzu4/TsQhNqw5DiI/AAAAAAAAAAs/e02UXghxLpY/s220/DSC_0006_fc.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/-C4UJ4CJQ6sQ/TtmxBptrtbI/AAAAAAAAACI/fg2MA3MjgNk/s72-c/Matthes.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6450036578642063688.post-7617186396060721862</id><published>2011-12-02T09:34:00.001+01:00</published><updated>2012-02-13T20:43:02.229+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Glossen'/><title type='text'>Fensterchen öffne dich!</title><content type='html'>Nach dem ersten Fensterchen kommt heute das zweite dran. Huch, was bloß  drin ist? Und vielleicht&amp;nbsp; lässt sich auch gleich das dritte bis siebente  öffnen. Beim Naschen ist Zügellosigkeit ab und an erlaubt. Wer sagt  denn, dass ein mit Vollmilchschokolade gefüllter und damit eher  preiswerter Adventskalender Disziplin verlangt. Die winzigen Nummern an  den Türchen erwecken kaum das schlechte Gewissen.&lt;br /&gt;Mit jenen eher&amp;nbsp;  kostspieligen&amp;nbsp;&amp;nbsp; und besonders gefüllten Varianten verhält es sich indes  etwas anders. Mittlerweile&amp;nbsp; gibt es&amp;nbsp; von ihnen eine große Auswahl, je  nach Geschmack des Konsumenten.&amp;nbsp; Teetrinker erleben&amp;nbsp; ebenso Abwechslung  wie die süßen Kleinen mit&amp;nbsp; ihrem neuen Spielzeug für jeden Tag. Selbst  Hund und Katz’ können wir eine Überraschung bieten, während wir immer  noch in eher langweiliger Manier den Piepmätzen im Vogelhaus was zum  Futtern vorsetzen.&amp;nbsp; Oder ob heute zu später Stunde in so mancher guter Stube am Fensterchen&amp;nbsp;  genestelt wird&amp;nbsp; mit der Aussicht auf ein erotisches Bildchen?&amp;nbsp; Huch -  bloß wieder zumachen, sonst sehen es noch die Kleinen.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6450036578642063688-7617186396060721862?l=zeichenundzeiten.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://zeichenundzeiten.blogspot.com/feeds/7617186396060721862/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://zeichenundzeiten.blogspot.com/2011/12/turchen-offne-dich.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6450036578642063688/posts/default/7617186396060721862'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6450036578642063688/posts/default/7617186396060721862'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://zeichenundzeiten.blogspot.com/2011/12/turchen-offne-dich.html' title='Fensterchen öffne dich!'/><author><name>Constanze Matthes</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03148585359956534492</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/-9GXVzu6qzu4/TsQhNqw5DiI/AAAAAAAAAAs/e02UXghxLpY/s220/DSC_0006_fc.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6450036578642063688.post-3267849860808260997</id><published>2011-11-27T21:13:00.000+01:00</published><updated>2012-02-13T20:43:16.347+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Bücher'/><title type='text'>Schreiben übers Schreiben - Siegfried Lenz "Selbstversetzung"</title><content type='html'>&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/-6atgDVdLeUU/TtKZY4ymRgI/AAAAAAAAACA/yeX90BZE8QU/s1600/lenz_selbstversetzung2.jpg" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="320" src="http://4.bp.blogspot.com/-6atgDVdLeUU/TtKZY4ymRgI/AAAAAAAAACA/yeX90BZE8QU/s320/lenz_selbstversetzung2.jpg" width="219" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;Er zählt zu den stillen Autoren. Wenig hört man von ihm. Die Herren Grass und Walser sind da schon lauter, öffentlichkeitswirksamer. Erscheint indes ein neues Werk von ihm, liest man einige Rezensionen in der Tagespresse. Sonst bleibt es ruhig um Siegfried Lenz. Nach Romanen wie "Deutschstunde", "Arnes Nachlass" oder "Schweigeminute", letztere beide wunderschön, aber auch tieftraurig, fiel mir mit "Selbstversetzung" kürzlich ein Buch mit Essays in die Hand.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der recht schmale Band, vor fünf Jahren bei Hoffmann und Campe anlässlich des 80. Geburtstags &amp;nbsp;des Schriftstellers erschienen, enthält neun Texte, die sich vor allem dem Schreiben und der Literatur widmen. Der 1926 in Ostpreußen geborene Autor erzählt in ihnen vom Beginn seiner unter dem Wirken seines Deutschlehrers erwachten Leseleidenschaft, von seinem ersten Roman "Es waren Habichte in der Luft", über den großen Einfluss Ernest Hemingways auf sein Schaffen und dem wachsenden Bekanntheitsgrad als Schriftsteller. Viel verrät Lenz dabei von sich: Er berichtet von seiner Kindheit, dem schnellen Erwachsenwerden im Krieg, seinen ersten Schritten als Schreibender, als Journalist. Mit einer nicht kühlen, von oben herabschauenden, sondern vielmehr einer herzenswarmen Ironie erzählt er unter anderem von seiner Straße, in der er mit seiner Frau ein Domizil gefunden hat. &amp;nbsp;Es sind somit sehr persönliche Erinnerungen und Erfahrungen - von einem großen deutschen Schriftsteller, der in der Jugend auch schon mal zu Groschenheften griff, um seine Lesesucht - Lenz schreibt, er wurde "mit Literatur infiziert" - zu stillen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Essay entstanden in den 60er und 70er Jahren und vermitteln ein persönlicheres Bild als es eine Biografie jemals zu zeichnen vermag. Wenn man die Werke von Lenz schätzt, sollte man auch zu jenem schmalen Band greifen, um einen Einblick in die Motivation für sein Schreiben zu erhalten. Denn es ist immer die große Frage: Warum schreiben, wenn es doch schon Literatur, gute Literatur gibt? Lenz dazu: "Ich wollte gleichzeitig verstehen und zugeben: so begann ich zu schreiben."&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und wer Lenz noch nicht kennt? Sollte ihn kennenlernen. Nein, muss ihn kennenlernen. Wenn ich nur fünf Bücher auf eine einsame Insel mitnehmen könnte, ein Lenz wäre sicherlich dabei.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.hoffmann-und-campe.de/go/9fcbac76-b7fc-f6cf-108b2385c4931506"&gt;Selbstversetzung&lt;/a&gt; von &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Siegfried_Lenz"&gt;Siegfried Lenz&lt;/a&gt; erschien bei Hoffmann und Campe.&lt;br /&gt;Februar 2006&lt;br /&gt;104 Seiten, 25 Euro&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6450036578642063688-3267849860808260997?l=zeichenundzeiten.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://zeichenundzeiten.blogspot.com/feeds/3267849860808260997/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://zeichenundzeiten.blogspot.com/2011/11/siegfried-lenz-selbstversetzung.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6450036578642063688/posts/default/3267849860808260997'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6450036578642063688/posts/default/3267849860808260997'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://zeichenundzeiten.blogspot.com/2011/11/siegfried-lenz-selbstversetzung.html' title='Schreiben übers Schreiben - Siegfried Lenz &quot;Selbstversetzung&quot;'/><author><name>Constanze Matthes</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03148585359956534492</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/-9GXVzu6qzu4/TsQhNqw5DiI/AAAAAAAAAAs/e02UXghxLpY/s220/DSC_0006_fc.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/-6atgDVdLeUU/TtKZY4ymRgI/AAAAAAAAACA/yeX90BZE8QU/s72-c/lenz_selbstversetzung2.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6450036578642063688.post-5553991867440634897</id><published>2011-11-26T12:42:00.000+01:00</published><updated>2012-02-13T20:43:32.853+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Glossen'/><title type='text'>Die Zeitung - "Gefällt mir"</title><content type='html'>Im Kollegenkreis gibt es einen kleinen Reim, der die besondere Rolle der Zeitung auf den Punkt bringt: Zeitung lesen, dabei gewesen, Diese vier Worte fallen meist ironisch, wenn einer mal nicht auf den neuesten Stand ist. Dass der Spruch nun auch angesichts der herrschenden Präsenz von Facebook weiterhin Gültigkeit hat, verblüffte mich unlängst. Die bekannte Community nutzten wir, um über ein hier in Naumburg heiß diskutiertes Thema noch einmal zu berichten. Im Mittelpunkt stand der Text einer Kranzschleife zum Volkstrauertag mit den Worten "Wir gedenken der gefallenen Helden". Hoch schlugen die Wellen der Empörung bei der Partei Die Linke. Doch ein Landtagsabgeordneter musste schließlich klein beigeben, als er die Zeitung aufschlug. Die Reaktionen auf seinen Facebook-Eintrag &amp;nbsp;las er dort zuerst, musste er freimütig gestehen - natürlich auf Facebook. Uns hat's gefreut. Wurden wir doch eher registriert als die schnelllebigen und auch meist schnell hingetippten Meinungen und Einträge.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und ist es nicht auch so, langsam wird's zu viel. Es blinkt und piept nur noch, wenn Kommentare per Mail angekündigt werden. Die neuen Postings (ein schönes Wort, wenn man an die Behäbigkeit der Post denkt) sind oft so inhaltsleer, so ohne Aussage. Was bitte schön mache ich mit Einträgen über das gerade absolvierte Frühstück eines anderen, über Kopfschmerzen nach einem Saufgelauge - den virtuellen Salzstreuer oder die virtuelle Aspirin reichen? Wir kreieren Datenmüll und freuen uns noch darüber; das zeigen wir auch an mit einem "Gefällt mir" auf das "Gefällt mir". Leider sind gute Einträge Mangelware, wie kluge Kommentare in einer Diskussion, ein interessanter Link auf ein wirklich interessanten Beitrag oder eine richtige Antwort auf eine ernst gemeinte Frage.&lt;br /&gt;Wir brauchen uns nicht zu beschweren, angesichts jener Zeit, die wir auf den Bildschirm glotzend vergeuden und uns etwas widmen, das dabei wenig Bedeutung für unser Leben hat. Und da ist die Zeitung wiederum im Vorteil. Sie hat einen bestimmten Umfang an Seiten und sie fordert auch kein Klick auf den "Gefällt mir"-Button, vielmehr Konzentration auf's Lesen und ein Thema. Und sie raschelt so schön.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6450036578642063688-5553991867440634897?l=zeichenundzeiten.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://zeichenundzeiten.blogspot.com/feeds/5553991867440634897/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://zeichenundzeiten.blogspot.com/2011/11/die-zeitung-gefallt-mir.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6450036578642063688/posts/default/5553991867440634897'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6450036578642063688/posts/default/5553991867440634897'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://zeichenundzeiten.blogspot.com/2011/11/die-zeitung-gefallt-mir.html' title='Die Zeitung - &quot;Gefällt mir&quot;'/><author><name>Constanze Matthes</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03148585359956534492</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/-9GXVzu6qzu4/TsQhNqw5DiI/AAAAAAAAAAs/e02UXghxLpY/s220/DSC_0006_fc.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6450036578642063688.post-5310911799131353733</id><published>2011-11-23T20:41:00.000+01:00</published><updated>2012-02-13T20:43:47.276+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Glossen'/><title type='text'>Ordnung ist beherrschtes Chaos</title><content type='html'>&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/-G1_ABkr3It0/Ts1MXeuvKgI/AAAAAAAAAB4/zXJPEMyd0xQ/s1600/500754_R_K_by_Thomas+Nestke_pixelio.de.jpg" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="213" src="http://4.bp.blogspot.com/-G1_ABkr3It0/Ts1MXeuvKgI/AAAAAAAAAB4/zXJPEMyd0xQ/s320/500754_R_K_by_Thomas+Nestke_pixelio.de.jpg" width="320" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;Ordnung ist das halbe Leben, mahnte mich einst ein Lehrer während einer dieser unzähligen und eher unaufgeregten Hofpausen meiner Schulzeit. In welchem Zusammenhang er das zu mir sagte, weiß ich heute, einige Jahre später, nicht mehr. Nur an eines kann ich mich erinnern: Ich sagte ihm, dass Ordnung nur ein Viertel meines Lebens sei. Ob auch diese Bruchrechnung aufgeht, kann ich nicht mit Sicherheit sagen. Vielleicht sind aus dem Viertel im Laufe der Zeit vielmehr nur ein Achtel geworden. Aber warum sich mit Bruchrechnung beschäftigen und der Ordnung im Leben eine Nische geben, die man sowieso nicht findet in jenem Chaos, das Leben heißt.&lt;br /&gt;Schon das Weltraum beweist es: Ständig fressen Schwarze Löcher Materie, ja ganze Galaxien verschwinden auf Nimmerwiedersehen, Galaxien, denen wir noch nicht einmal einen Namen gegeben haben, obwohl wir doch sonst so ordnungsliebend sein sollen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein kleines Schwarzes Loch befindet sich unter meinem Couchtisch ähnlich dunkler Farbe. Es ist die Vorstufe vor der berühmt-berüchtigten Rundablage, also dem Papiercontainer oder Mülleimer. Doch so eine Ablage ist schon praktisch, schnell kann ich mich vor allem jener Dinge entledigen, für die ich vorerst keine Verwendung finde: Werbung in Zeitschriften, die Brillenetuis Nummer fünf und sechs, Microfaser-Brillenputztücher, Werbekugelschreiber, die nach wenigen Tagen eine leere Mine offenbaren. Was man da nicht alles findet, wenn man der Ordnung zuliebe dann doch mal wieder aufräumt. Aber warum Ordnung halten, wenn die Entdeckung der Dinge so viel Spaß macht. Und man spürt vor allem Sachen auf, die man eigentlich gar nicht gesucht hat: ein Handy-Schutz, der schließlich bei der Anprobe doch nicht passt, eine Panorama-Postkarte aus Schottland von einer Freundin. Kürzlich fand ich ein Foto, eine Aufnahme von einem Zirkus. Erinnerungen kamen auf. Jenes Bild entstand während meiner ersten Tour als Journalistin, nun gut als frische Praktikantin und damit angehende Journalistin. Es war meine erste Story, mit der ich am ersten Tag des Praktikums in der Lokalredaktion einer Tageszeitung ins "kalte Wasser" geworfen wurde.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und dieses Foto brachte mich zum Nachdenken: Das Leben ist nicht zur Hälfte Ordnung, vielmehr vielleicht eine Abfolge bunter Vorstellungen, bei denen auch mal die Pferde scheuen können, dem Jongleur die Kugel herunterfällt oder die Seiltänzerin vom Sicherheitsnetz aufgefangen werden muss. Dann geht den Musikern der Blaskapelle die Luft aus, und dem Direktor kann auch schon einmal der Hut herabfallen. Es geht also drunter und drüber. Die Beherrschung des unwägbaren Chaos ist dann die wirkliche Kunst, denke ich. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Foto: Thomas Nestke/&lt;a href="http://www.pixelio.de/"&gt;pixelio.de&lt;/a&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6450036578642063688-5310911799131353733?l=zeichenundzeiten.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://zeichenundzeiten.blogspot.com/feeds/5310911799131353733/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://zeichenundzeiten.blogspot.com/2011/11/ordnung-ist-beherrschtes-chaos.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6450036578642063688/posts/default/5310911799131353733'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6450036578642063688/posts/default/5310911799131353733'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://zeichenundzeiten.blogspot.com/2011/11/ordnung-ist-beherrschtes-chaos.html' title='Ordnung ist beherrschtes Chaos'/><author><name>Constanze Matthes</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03148585359956534492</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/-9GXVzu6qzu4/TsQhNqw5DiI/AAAAAAAAAAs/e02UXghxLpY/s220/DSC_0006_fc.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/-G1_ABkr3It0/Ts1MXeuvKgI/AAAAAAAAAB4/zXJPEMyd0xQ/s72-c/500754_R_K_by_Thomas+Nestke_pixelio.de.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6450036578642063688.post-2572685836303746879</id><published>2011-11-21T21:17:00.000+01:00</published><updated>2012-02-13T20:44:13.262+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Bücher'/><title type='text'>Eine Welt auf zwölf Quadratmetern - Emma Donoghue: "Raum"</title><content type='html'>&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/-y6R83PFr5Dc/TsqxxSn3bBI/AAAAAAAAABw/Ehm3XVGxbjM/s1600/Raum.jpg" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" src="http://4.bp.blogspot.com/-y6R83PFr5Dc/TsqxxSn3bBI/AAAAAAAAABw/Ehm3XVGxbjM/s1600/Raum.jpg" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;Jacks Welt besteht aus einem Raum, etwas mehr als einen Dutzend Quadratmeter groß, mit Bett und Badewanne, Teppich und Fernseher und einem Kleiderschrank, in dem der fünfjährige Junge schläft. Ein Fenster gibt es nicht. Nur ein Oberlicht gibt dem Raum etwas Helligkeit, die den Tag von der Nacht trennt. Manchmal erblickt der Junge dort den Mond - der einzige Beweis für die Welt da draußen und der einzige, wenn auch leblose Zeuge der schrecklichen Geschehnisse. Geschehnisse, die einen an entsetzliche, indes auch reale Nachrichten von Entführungen und jahrelangen Missbrauchs erinnern, die trauriges Vorbild für den Roman „Raum“  der Amerikanerin Emma Donoghue sind. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Täter im Buch trägt den Namen Old Nick. Vor sieben Jahren entführte er Jacks Ma, damals eine junge Collagestudentin von gerade mal 19 Jahren. Er sperrte sie in den Raum, errichtet in einer Gartenlaube, abseits der Stadt und vergeht sich seitdem an ihr. Mehrmals, regelmäßig. Auch Jack - Ergebnis einer Vergewaltigung - wird diese Greueltaten erleben. Er schildert die Ereignisse und die Personen aus seiner kindlichen Sicht, mit seiner begrenzten, fehlerhaften Sprache, die sowohl Folge jener schrecklichen Lebensverhältnisse ist als auch  das besondere sprachliche Merkmal des Buches bildet, das zum fünften Geburtstag des Jungen einsetzt und mit einem Neuanfang für Mutter und Kind im Draußen und nach vielen, ebenfalls schmerzhaften Ereignissen endet. Ereignisse, die den Leser sehr berühren, sich regelrecht eingraben und gerade durch die Perspektive des Kindes an Wirkung gewinnen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Denn seine Erfahrungen begrenzen sich auf jenen Raum, auf die wenigen, abgenutzten Dinge oder jene Sachen, mit denen Old Nick die beiden versorgt. Jack kennt nicht die Welt da draußen, sondern eine künstliche Welt, die für seine Mutter und ihn in Form des licht- und schalldichten und versiegelten Raumes geschaffen wurde und die sich ab und an auch in Fernsehsendungen zeigen. Jacks Verhältnis zu seiner Mutter ist deshalb sehr eng. Sie versucht ihm so gut es den Umständen geht, ein „normales“ Leben über die reine Existenz hinaus zu bieten und ihn zu erziehen. Diese starke Bindung wird im Laufe des Buches indes auf eine Belastungsprobe gestellt, als das Kind nach der gelungenen Flucht mit jener anderen Welt konfrontiert wird und diese erste entdecken muss, jeden Quadratmeter, kleine und große Personen und Dinge und sich ob dieser Fremdheit Sehnsucht nach dem engen Raum hat.  &lt;br /&gt;Mit diesem Roman ist Donoghue ein besonderes Buch gelungen. Es packt einen, es beißt regelrecht und lässt einen so schnell nicht los. Man leidet mit, man lacht allerdings auch ab und an aufgrund Jacks kesser und neugieriger Blick auf die Welt und trotz der tieftraurigen und unvorstellbaren Erlebnisse. Man erfährt eine Achterbahn der Gefühle, vor allem weil es der Autorin wunderbar gelingt zu zeigen, dass die kleinen schönen Dinge des Lebens in ihrer Mehrzahl sowie Liebe, Hoffnung und Glaube manches Mal nicht von Schmerz, Gewalt und Qualen überwältigt werden können. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Raum“ ist trotz seiner schockierenden Geschichte somit ein recht positives Buch - auch wenn die Realität meist ein Happyend nicht kennt.   Donoghue setzt der engen Beziehung zwischen Mutter und Kind ein literarisches Denkmal, während sie einige Gesellschaftsbereiche dagegen scharf angreift, wie beispielsweise die sensationsgierige Medienwelt, die das Schicksal von Mutter und Sohn so gut es geht verkaufen will. Worauf allerdings die Autorin mit ihrer Geschichte keine Antwort weiß - wie kann so viel Gewalt und Menschenverachtung überhaupt entstehen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.piper-verlag.de/belletristik/buch.php?id=18094"&gt;Raum&lt;/a&gt; von &lt;a href="http://www.emmadonoghue.com/"&gt;Emma Donoghue&lt;/a&gt; ist im Piper-Verlag erschienen.&lt;br /&gt;In der Übersetzung von Armin Gontermann&lt;br /&gt;August 2011&lt;br /&gt;416 Seiten, 19,99 Euro&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6450036578642063688-2572685836303746879?l=zeichenundzeiten.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://zeichenundzeiten.blogspot.com/feeds/2572685836303746879/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://zeichenundzeiten.blogspot.com/2011/11/eine-welt-auf-zwolf-quadratmeter-emma.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6450036578642063688/posts/default/2572685836303746879'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6450036578642063688/posts/default/2572685836303746879'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://zeichenundzeiten.blogspot.com/2011/11/eine-welt-auf-zwolf-quadratmeter-emma.html' title='Eine Welt auf zwölf Quadratmetern - Emma Donoghue: &quot;Raum&quot;'/><author><name>Constanze Matthes</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03148585359956534492</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/-9GXVzu6qzu4/TsQhNqw5DiI/AAAAAAAAAAs/e02UXghxLpY/s220/DSC_0006_fc.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/-y6R83PFr5Dc/TsqxxSn3bBI/AAAAAAAAABw/Ehm3XVGxbjM/s72-c/Raum.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6450036578642063688.post-5610391287218931695</id><published>2011-11-20T18:13:00.000+01:00</published><updated>2012-02-13T20:44:24.927+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Das Leben'/><title type='text'>Gedanken an Pa</title><content type='html'>&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/-NUgCzhkZ7LA/Tsk2AWKe6KI/AAAAAAAAABo/caM0Z7_KuIk/s1600/502849_R_K_B_by_Gerd+Altmann_pixelio.de.jpg" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="213" src="http://3.bp.blogspot.com/-NUgCzhkZ7LA/Tsk2AWKe6KI/AAAAAAAAABo/caM0Z7_KuIk/s320/502849_R_K_B_by_Gerd+Altmann_pixelio.de.jpg" width="320" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;Es ist Sonntag, Totensonntag. In Gedanken gehe ich zum Friedhof in  Röderau, öffne das schmiedeeiserne Tor, laufe auf dem Weg zu den  Urnengräbern, vorbei an der schmucken Kirche. Ich stehe vor einer roten  Granittafel, vor einem Strauß mit Rosen, einem Gesteck, einem kleinen  grauen Gedenkstein. Auf der Tafel ist der Name meines Vaters zu lesen.  Der Herbst 2012 wird nicht als der goldene mir in Erinnerung bleiben,  sondern als jener, in dem mein Vater starb. Mit 64 Jahren. Mein Leben  geht weiter, doch vieles ist anders. Allzu gern würde ich den  Telefonhörer in die Hand nehmen, ihn anrufen, mit ihm über dies und das  reden, über Fußball, das Wetter und ja auch das Auto. Nie mehr wird er  mich an der Haustür empfangen, mir Kartoffelpuffer machen, mich  ermahnen, dass ich auf mich aufpassen soll. Und nie mehr werde ich ihn  ermahnen, doch nicht die Bild-Zeitung zu kaufen. &lt;br /&gt;Vieles erscheint  mit seinem Tod banal, sogar jene Dinge des Alltags, die das Leben schön  machen: gutes Essen, ein Kinobesuch, die Musik im Radio. Als er im  Sterben lag, habe ich kaum Musik gehört, obwohl ich sie doch so liebe.  Ich hatte die Gelegenheit, mich von ihm zu verabschieden, nicht in der  frühen Stunde des 12. Oktober, als er einschlief, sondern an jenem Tag,  an dem ihm bewusst war, dass er nicht mehr viel Lebenszeit hat. Wir  sprachen nicht über das Traurige, sondern über die schönen gemeinsamen  Erinnerungen: die Reisen nach Norwegen, die Urlaubstouren an die Ostsee.  Als ich ihm von meiner jüngsten Reise an die Ostsee erzählte, blickte  er stumm zum Fenster, als ob da draußen das Meer wäre. Später weinte  ich. Schmerzlicher dann der Abschied mit der Beisetzung. Du hättest Dich  gefreut, die gesamte Familie beieinander zu sehen, vor allem Deine  Geschwister. Solveig hat mir gesagt, sie hätte dich gern mit nach  Norwegen genommen. Du fehlst sehr - mir, Ma, Torsten und all den  anderen. Mein Leben geht weiter, auch für Dich. Im Stillen werde ich Dir  erzählen, was ich erlebt und gesehen habe. Und ganz sicher bin ich: Du  bist immer bei mir. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Foto: Gerd Altmann/&lt;a href="http://www.pixelio.de/"&gt;pixelio.de&lt;/a&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6450036578642063688-5610391287218931695?l=zeichenundzeiten.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://zeichenundzeiten.blogspot.com/feeds/5610391287218931695/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://zeichenundzeiten.blogspot.com/2011/11/gedanken-pa.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6450036578642063688/posts/default/5610391287218931695'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6450036578642063688/posts/default/5610391287218931695'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://zeichenundzeiten.blogspot.com/2011/11/gedanken-pa.html' title='Gedanken an Pa'/><author><name>Constanze Matthes</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03148585359956534492</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/-9GXVzu6qzu4/TsQhNqw5DiI/AAAAAAAAAAs/e02UXghxLpY/s220/DSC_0006_fc.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/-NUgCzhkZ7LA/Tsk2AWKe6KI/AAAAAAAAABo/caM0Z7_KuIk/s72-c/502849_R_K_B_by_Gerd+Altmann_pixelio.de.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6450036578642063688.post-7507164696578061925</id><published>2011-11-19T09:54:00.000+01:00</published><updated>2012-02-13T20:44:35.600+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Bücher'/><title type='text'>Fotoalbum - Jonathan Coe: "Der Regen bevor er fällt"</title><content type='html'>&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/-dPscaV7Y6-Y/TsduSwdYBNI/AAAAAAAAABg/gireHlOEAzQ/s1600/Coe.jpg" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" src="http://4.bp.blogspot.com/-dPscaV7Y6-Y/TsduSwdYBNI/AAAAAAAAABg/gireHlOEAzQ/s1600/Coe.jpg" /&gt;&lt;/a&gt;Selbst im digitalen Zeitalter haben Fotos, richtige, entwickelte Fotos eine geradezu unheimliche Magie. Die besonderen hängen hinter Glas und eingerahmt an den Wohnzimmerwänden, andere werden bei Feiern aus dickleibigen Alben herausgesucht. Jedes Bild birgt dabei eine Erzählung, eine Geschichte aus meist längst vergangenen Tagen, über Menschen und Geschehnisse. Über die Kraft der Bilder und ihre großen Inhalte hat der englische Autor Jonathan Coe einen Roman mit dem Titel „Der Regen, bevor er fällt“ geschrieben, der Frauenschicksale über mehrere Generationen verfolgt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Rosamund hinterlässt eine ganze Reihe Fotos. Und Tonbänder, die sie vor ihrem Tod besprochen hat. Für Imogen, die Enkelin ihrer Cousine Beatrix, zu der Rosamund in der Jugendzeit ein inniges Verhältnis hatte. Auf den Tonbändern erklärt sie Fotos der Familie. Denn Imogen ist seit ihrer frühesten Kindheit blind. Zudem ist sie schon seit vielen Jahren spurlos verschwunden. Gill, Rosamunds Nichte, soll Imogen ausfindig machen und ihr die Tonbänder übergeben. Denn darauf erzählt die Verstorbene nicht nur, was auf den Fotos aus der Vergangenheit zu sehen ist, sie erzählt zudem die wahre Geschichte der Familie, die zugleich eine sehr traurige ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Gill hört gemeinsam mit ihren beiden Töchtern Catharine und Elizabeth die Tonbänder an und erfahren, dass sich ein Merkmal in durch die ganze Familie zieht. Es ist die Lieblosigkeit von Mutter zu Tochter, die seelische Kälte, die von Generation zu Generation übertragen wird, verlorene Chancen im Leben. Bereits Beatrix, eigentlich in guten finanziellen Verhältnissen während dem Krieg und der Nachkriegszeit nahe Birmingham aufgewachsen, erlebt die Strenge und das fehlender Verständnis ihrer Mutter. Sie selbst wird ebenfalls keine Mutter für Thea, für die Mutter von Imogen sein. Um einen Mann zu gewinnen, lässt sie die Kleine bei Rosamund und ihrer Freundin Rebecca mehrere Jahre zurück, um sie schließlich später aus der mittlerweile kleinen gewachsenen Familie wieder herauszureißen. Thea für immer von diesen unsicheren Verhältnissen geprägt, stürzt ab: lebt zeitweise verarmt in besetzten Häusern und Wohnbungalows. Imogen wird nach einem Unfall, bei dem sie erblindet, in eine Pflegefamilie gebracht wird.&lt;br /&gt;Doch Rosamund blickt nicht nur auf dieses traurige Erbe zurück, das von der Großmutter sich bis zum Enkel zieht, sondern die Frau erzählt zudem ihre eigene, ungewöhnliche Geschichte. Eine Geschichte über die Liebe zum gleichen Geschlecht, zwei Beziehungen mit traurigem Ausgang. Ihrem eigenen Leben, zurückgezogen in der einstigen Heimat Shropshire, setzt sie schließlich ein selbst gewähltes Ende. Vielleicht aus Traurigkeit, aufgrund fehlender Lebenskräfte, die in den Jahren aufgebracht wurden, als sie versuchte, jeder der Frauen, Beatrix, Thea und Imogen, zur Seite zu stehen, mit ihrer Liebe und Geborgenheit. Aber die Suche nach Imogen gestaltet sich letztlich für Gill schwierig – aus tragischem Grund.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Frauenschicksale über mehrere Generationen literarisch in den Mittelpunkt zu stellen, ist nichts Neues. Vielmehr ist die Art, mit welchem Hintergrund - im wahrsten Sinne des Wortes - dieses Erzählen geschieht, etwas Neues. Autor Jonathan Coe wählt als Hintergrund für die Erzählungen Rosamunds Familienfotos. 20 sind es genau, die sie für Imogen beschreibt. Sehr detailliert mit Blick auf die Szenerie sowie Mimik und Gestik der dargestellten Personen. Dabei ist Rosamund eine Erzählerin, die sich sehr, sehr gut erinnern kann. An Stimmungen innerhalb einer Gruppe, an die Handlungen, die sich aus der auf jedem einzelnen Foto dargestellten Situation entwickelten. Auch wenn ihr Blick auf die damaligen Ereignisse und ihr Verhältnis zu den Personen immer ein subjektives und mit Gefühlen verbunden ist. So muss sie in besonders traurigen Situationen den Erzählfluss unterbrechen, sich einen Schluck Whiskey gönnen, um wieder zur inneren Ruhe zu kommen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zeitlich spannt sich ein Rahmen von den ersten Kriegsjahren, in denen Rosamund in der Familie von Beatrix entfernt von der von Bomben bedrohten Stadt auf dem Land lebt, bis in die heutige Zeit. Neben diesem geschichtlichen Thema, der „Verschickung“ von Kindern in die Sicherheit, wird ein eher gesellschaftliches in den Fokus gerückt: Es ist das Problem, das gleichgeschlechtliche Beziehungen haben, in der Gesellschaft anerkannt und respektiert zu werden. Auch eine Gemeinschaft, in der Kinder erwachsen werden können.&lt;br /&gt;Coe setzt in all den kleinen Geschichten der Frauen einen besonderen Kontrast: In einer scheinbaren Idylle wächst eine emotionale Kälte aus Egoismus und Selbstzweifel, aus fehlendem Verständnis und Verantwortungslosigkeit heran. Dies muss Beatrix, genauso wie ihre eigene Tochter Thea erleben. Sie prägt im Übrigen jenen Satz, der zugleich Titel des Buches ist. Sie sah in der Kinderzeit mit ihrer Nachdenklichkeit und Neugier hinter die Dinge, auch wenn die besondere Gabe ihr nicht helfen konnte, ein zufriedenes Leben zu führen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die geschilderten Ereignisse haben dabei eine Wucht, eine Kraft, die den Leser viel mehr beeindrucken, als die etwas dahinplätschernde Rahmenhandlung, in der Gill auf die Tonbänder stößt und diese abhört. Diese hat nur am Ende wirkliche Bedeutung, als die Geschichte von Imogen, ihr Leben in der Pflegefamilie, die Thea ausfindig macht, im Mittelpunkt steht. Eine Rezension hat dieses Buch etwas mit „Abbitte“ von Ian McEwan verglichen, da beide Romane hinter die Muster der Geschichte und den Generationen blicken, beschreiben, was eine Handlung für Auswirkungen hat. Allerdings schafft es „Der Regen, bevor er fällt“ nicht, an die immense Wirkung des kürzlich verfilmten Bestsellers des ebenfalls englischen Autors heranzukommen. Während dieser beschreibt, welchen Keil eine Aussage, eine Lüge eines Mädchens, zwischen zwei Menschen treiben und ihr Schicksal verändern, entsteht in Coes Roman vielmehr ein Puzzle aus ähnlichen Handlungen, die letztlich jedoch einen ebenfalls grausamen Einfluss auf das Leben engster Familienmitglieder haben.&lt;br /&gt;„Der Regen, bevor er fällt“ erscheint als ein sehr melancholischer und ergreifender Roman. Er ist ein besonderes Leseerlebnis für all jene, die Geschichten mit einer speziellen Erzählweise sowie Tiefgang mögen. Es sind Geschichten, die hinter die Dinge, hinter ein ganze Generationen und ein Stück Historie blicken, auch wenn dieser Blick schmerzen kann und wird.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Jonathan Coe zählt zu den bekanntesten englischen Autoren der Gegenwart. 1961 in Birmingham geboren, studierte Coe an der King Edwards School in Birmingham sowie am Trinity College in Cambridge. Mit seiner Promotion zu Henry Fieldings „Tom Jones“ lehrte er englische Literatur an der Warwick University. Zudem arbeitete er als Musiker, schrieb Jazz-Stücke und fürs Kabaret. Er debütierte 1987 mit dem Roman „The Accidental woman“. Seine literarischen Werke zeichnen sich vor allem durch ihre Satire und ihre Hinwendung zu sozialen Themen aus, mehrere sind zudem verfilmt worden. Zu den Auszeichnungen, die Coe bisher in Empfang nehmen durfte, zählen unter anderem der Writers' Guild Award und der Prix Médicis Etranger (The house of sleep). Für eine Biografie über B.S. Johnson erhielt der englische Autor den Samuel-Johnson-Prize. Jonathan Coe lebt mit seiner Familie in London.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.randomhouse.de/Buch/Der-Regen-bevor-er-faellt-Roman/Jonathan-Coe/e262260.rhd"&gt;Der Regen bevor er fällt&lt;/a&gt; von &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Jonathan_Coe"&gt;Jonathan Coe&lt;/a&gt; erschien in der Deutschen Verlags-Anstalt&lt;br /&gt;In der Übersetzung von Andreas Gressmann&lt;br /&gt;August 2009&lt;br /&gt;304 Seiten, 18,95 Euro&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6450036578642063688-7507164696578061925?l=zeichenundzeiten.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://zeichenundzeiten.blogspot.com/feeds/7507164696578061925/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://zeichenundzeiten.blogspot.com/2011/11/fotoalbum-jonathan-coe-der-regen-bevor.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6450036578642063688/posts/default/7507164696578061925'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6450036578642063688/posts/default/7507164696578061925'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://zeichenundzeiten.blogspot.com/2011/11/fotoalbum-jonathan-coe-der-regen-bevor.html' title='Fotoalbum - Jonathan Coe: &quot;Der Regen bevor er fällt&quot;'/><author><name>Constanze Matthes</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03148585359956534492</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/-9GXVzu6qzu4/TsQhNqw5DiI/AAAAAAAAAAs/e02UXghxLpY/s220/DSC_0006_fc.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/-dPscaV7Y6-Y/TsduSwdYBNI/AAAAAAAAABg/gireHlOEAzQ/s72-c/Coe.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6450036578642063688.post-7368592998098230185</id><published>2011-11-19T09:50:00.000+01:00</published><updated>2012-02-13T20:44:47.781+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Bücher'/><title type='text'>Jonathan Lethem - "Chronic City"</title><content type='html'>&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/-j4eBrwRPEHc/TsdtQsJIrBI/AAAAAAAAABY/DnXf2jL0xA4/s1600/Lethem.jpg" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" src="http://1.bp.blogspot.com/-j4eBrwRPEHc/TsdtQsJIrBI/AAAAAAAAABY/DnXf2jL0xA4/s1600/Lethem.jpg" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;Nichts ist mehr, wie es war. Der einst erfolgreiche Serienstar Chase lebt nur noch von den Tantiemen für seine jetzigen Mattscheiben-Auftritte in Endlosschleife und vertrödelt den Tag in einem weichplüschigen Kinosessel mit Blick auf die aktuellen Leinwand-Stars, der berüchtigte Rockkritiker Perkus  verkrümelt sich dagegen in seiner heimischen Rumpelkammer, mit ein paar selbst gedrehten Joints und Verschwörungstheorien a la „Brando lebt“  lebt es sich halt gut. Und New York? Nun, New York macht weiterhin wie gehabt kräftig Schlagzeilen, von einem Tiger ist immer wieder die Rede, der Häuser einstürzen lässt. Hat man so etwas schon gesehen? Aber was man nicht gesehen hat, liest, hört oder sieht man ja in den Medien, der Ersatz der realen Wirklichkeit schlechthin.   &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auch Chase erhält seine Informationen über seine Verlobte Janice, die als Astronautin im All in gefährlichen Nähe zu einem von den Chinesen ausgesetzten Minengürtel herumschwirrt, aus der Presse: Ihre Liebesbriefe werden in der Zeitung abgedruckt und sorgen für Gesprächsstoff. Und nicht nur das. Chase muss seine Rolle als Verlobter der wagemutigen Astronautin spielen, ob er will oder nicht. The Show must go on - gerade in einer von den Medien inszenierten und diktierten Welt, wie sie im Roman „Chronic City“ des amerikanischen Autors Jonathan Lethem entsteht. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Hier tummeln sich nicht nur Chase und der frühere Rockkritiker Perkus. Zum Zirkus makabrer Gestalten gesellen sich Richard, ein einstiger Hausbesetzer, der jetzt einen recht ruhigen Posten im New Yorker Rathaus innehat, und Oona, Ghostwriterin obskurer Autobiografien und Geliebte von Chase. Man trifft sich auf High-Society-Partys oder im von Jointrauch durchnebelten Appartement von Perkus. Manchmal auch auf einen Burger in einem Imbiss um die Ecke. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Geschichte entlang eines roten Fadens nachzuerzählen, fällt schwer, wenn dies nicht sogar ein Ding der Unmöglichkeit ist. Die Figuren und Episoden drehen sich förmlich umeinander. Manchmal entsteht der Eindruck einer nahezu willkürlich zusammengesetzten Collage oder eines gestörten Fernsehempfanges, wie zu DDR-Zeiten, als der Empfang des West-Fernsehen gestört war und das Bild über die Mattscheibe rollte. Der rote Faden bilden neben den Personen Symbole, deren rätselhafte Bedeutung und Inhalt im Laufe des Romans erklärt werden, wie jenen Tiger, der sich als außer Kontrolle geratene Maschine entpuppt oder jenes so genannte Kaldron, ein virtueller Heiliger Gral, auf dessen vergebliche Suche sich Perkus, Chase und Richard machen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;All dies stellt Ansprüche an den Leser, fordert Geduld und Mut zu verqueren Deutungen. Belohnt wird man indes mit humorvollen Szenen, einem Haufen wunderbar gestalteten schrägen Figuren und einer Geschichte, die auch über das Lesen hinaus zum Nachdenken anregt dank weiser Sätze, vor allem aus dem Mund des einstigen Musikkritikers, dessen Gedankenwelt geformt aus Film- und Song-Interpretationen schließlich keine Verschwörungstheorien, sondern die Wahrheit darstellen. &lt;br /&gt;Am Ende des Buches fragt man sich, was ist Wirklichkeit, was nur ein umkonstruiertes Abbild der Realität, fern derselben? Welche Rolle spielt jeder Einzelne? Ist dieses New York des Romans eine Science-Fiction-Welt oder vielmehr ein übersteigertes Bild der modernen Metropole. Was man schließlich diesem wunderbaren Werk einzig und allein vorwerfen könnte, ist das Fehlen  der Bemühungen, die Figuren  dem Leser ans Herz wachsen zu lassen. Sie erscheinen plastisch, aber allzu oft fern. Wie Janice, die sich schließlich im All auflöst, nur noch als Briefschreiberin in Erscheinung tritt, aber am Ende ist auch das ein Trugschluss.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.klett-cotta.de/buch/Gegenwartsliteratur/Chronic_City/14047"&gt;Chronic City&lt;/a&gt; von &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Jonathan_Lethem"&gt;Jonathan Lethem&lt;/a&gt; erschien bei Klett-Cotta&lt;br /&gt;In der Übersetzung von Johann Ch. Maass und Michael Zöllner&lt;br /&gt;Februar 2011&lt;br /&gt;490 Seiten, 24,95 Euro&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6450036578642063688-7368592998098230185?l=zeichenundzeiten.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://zeichenundzeiten.blogspot.com/feeds/7368592998098230185/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://zeichenundzeiten.blogspot.com/2011/11/jonathan-lethem-chronic-city.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6450036578642063688/posts/default/7368592998098230185'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6450036578642063688/posts/default/7368592998098230185'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://zeichenundzeiten.blogspot.com/2011/11/jonathan-lethem-chronic-city.html' title='Jonathan Lethem - &quot;Chronic City&quot;'/><author><name>Constanze Matthes</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03148585359956534492</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/-9GXVzu6qzu4/TsQhNqw5DiI/AAAAAAAAAAs/e02UXghxLpY/s220/DSC_0006_fc.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/-j4eBrwRPEHc/TsdtQsJIrBI/AAAAAAAAABY/DnXf2jL0xA4/s72-c/Lethem.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6450036578642063688.post-6330859174964677809</id><published>2011-11-18T22:05:00.000+01:00</published><updated>2012-02-13T20:44:59.263+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Glossen'/><title type='text'>Oben und unten</title><content type='html'>Im Supermarktregalen stehen die preiswertesten Produkte unten, die teuren in Augenhöhe. Dies ist Punkt eins jeder Verkaufsstrategie eines Marktes. Gefolgt von jenen, dass im Hintergrundmusik die Kauflust erhöht und nur die wenigen sich verkneifen können, an der Kasse noch das eine oder andere Produkt in den Korb oder gleich aufs Band zu legen, ob Bonbons oder Duftbäumchen. Mittlerweile hängen dort auch schon mal High-Tech in Form von winzigen USB-Sticks mit sehr großer Speicherkapazität. Die lassen sich auch so leicht verlieren, flugs verschwinden sie in einer Hosentasche und nach einigen Wochen in der Waschmaschine. Deshalb ist es ja auch praktisch, sie immer wieder beim Einkauf an der Kasse, einem sehr leicht zu merkenden Ort, den jeder Kunde fast zwangsläufig begegnen wird, erwerben zu können. &amp;nbsp; &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Philosophie des Oben und Unten, der wertvolleren beziehungsweise der weniger kostbaren Dinge, sollte jeder Leser von Internetseiten diverser Tageszeitungen oder Magazine einmal direkt beim Scrollen hinterfragen. Klar, oben stehen die brandaktuellen Dinge, also jene Themen, die von Usern mit Interesse, aus welchen Gründen auch immer, gelesen werden. Es ist nur dann im Verlauf des Scrolling-Vorganges erstaunlich, an welcher Stelle die Beiträge aus dem Ressort Kultur, auch Feuilleton genannt, zu finden sind. Eher im unteren Bereich. Traurig, aber wahr. In der Rangliste höher stehen sogar Artikel aus dem Bereich Panorama, also jene beispielsweise über ein kleines Erdbeben auf der Weihnachtsinsel, ein erkranktes Tier in einem Zoo mittlerer Größe oder die Geburt eines Kindes mit prominenter Abstammung und Vierfachnamen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Da ist dann doch wieder tröstlich, wenn die großen Schlagzeilen von riesiger Bannerwerbung verdeckt wird, auch wenn es nur die Reklame eines Technikgiganten ist, der Rabatte anpreist. Für den Computer, der dann wunderbar passt zum gerade erworbenen USB-Stick, der fatalerweise ganz unten im Einkaufskorb lag und vergessen wurde ob seiner Winzigkeit.&amp;nbsp;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6450036578642063688-6330859174964677809?l=zeichenundzeiten.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://zeichenundzeiten.blogspot.com/feeds/6330859174964677809/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://zeichenundzeiten.blogspot.com/2011/11/oben-und-unten.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6450036578642063688/posts/default/6330859174964677809'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6450036578642063688/posts/default/6330859174964677809'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://zeichenundzeiten.blogspot.com/2011/11/oben-und-unten.html' title='Oben und unten'/><author><name>Constanze Matthes</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03148585359956534492</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/-9GXVzu6qzu4/TsQhNqw5DiI/AAAAAAAAAAs/e02UXghxLpY/s220/DSC_0006_fc.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6450036578642063688.post-8547999359191250692</id><published>2011-11-16T20:34:00.000+01:00</published><updated>2012-02-13T20:45:14.269+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Glossen'/><title type='text'>Die ersten Zeilen...</title><content type='html'>... und nichts fällt mir ein. Es ist ein trüber Novemberabend. Der Tag war lang. Auf dem Nachhauseweg sah ich den Weihnachtsbaum für den Weihnachtsmarkt, verziert mit Lichterkette und kleinen Geschenken. Über den Straßen der Innenstadt hängt auch schon der Schmuck. Vorfreude auf den Advent? Keine Spur. Eigentlich wie jedes Jahr. Das richtige Gefühl für die Weihnachtstage entsteht erst viel später, beim Kauf der Geschenke, beim Plätzchen-Backen, wenn am Abend wieder einige Kerzen angezündet werden. &lt;br /&gt;Sie ist irgendwie heimelig diese Zeit, ja zauberhaft. Und nichts ist trauriger, als diese zu zeitig einzuläuten, ihr nicht den richtigen Zeitpunkt und die richtige Dauer zu gönnen. Wir wollen immer viel mit Hast erzwingen und vergessen, dass zu dem Schönen auch der passende Moment gehört. Ich gehe sie jedenfalls langsam an, diese wundersame Zeit. Gerade in der Langsamkeit sieht man mehr, erlebt man vieles intensiver.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6450036578642063688-8547999359191250692?l=zeichenundzeiten.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://zeichenundzeiten.blogspot.com/feeds/8547999359191250692/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://zeichenundzeiten.blogspot.com/2011/11/die-ersten-zeilen.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6450036578642063688/posts/default/8547999359191250692'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6450036578642063688/posts/default/8547999359191250692'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://zeichenundzeiten.blogspot.com/2011/11/die-ersten-zeilen.html' title='Die ersten Zeilen...'/><author><name>Constanze Matthes</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03148585359956534492</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/-9GXVzu6qzu4/TsQhNqw5DiI/AAAAAAAAAAs/e02UXghxLpY/s220/DSC_0006_fc.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry></feed>
